Energiekrise in der Region Kiew: So sichern Krankenhäuser und Mobilfunk den Betrieb.
Angespannte Lage in der Energieversorgung
Nach Angaben von TSN.ua: Die Region Kiew leidet unter einem massiven Stromdefizit, nachdem die russische Armee gezielt Energieanlagen angegriffen hat. Seit dem 7. Februar sind in der Region Notabschaltungen in Kraft, die für die Bevölkerung und die kritische Infrastruktur erhebliche Belastungen bedeuten. Die Situation verdeutlicht die verheerenden Auswirkungen des Krieges auf die zivile Versorgung.
Der Leiter der Kiewer Regionalverwaltung, Mykola Kalaschnik, erklärte, dass kritische Einrichtungen wie Heizwerke, Wasserversorger und Krankenhäuser bereits auf alternative Energiequellen umgestellt wurden. Im Einsatz sind unter anderem Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Generatoren und Solarstromanlagen, um den Betrieb dieser lebenswichtigen Objekte aufrechtzuerhalten.
Einschränkungen im öffentlichen Raum
Kalaschnik kündigte zudem Beschränkungen bei der Straßenbeleuchtung und der Beleuchtung öffentlicher Plätze an. Er machte unmissverständlich klar:
„Illumination und die Anstrahlung von Werbetafeln sind heute nicht zu verantworten“(Mykola Kalaschnik). Seine Prognose für die kommenden Tage ist düster:
„Der Strom in unserem Gesamtsystem wird leider immer knapper. In den nächsten Tagen wird der akute Mangel anhalten und deutlich spürbar sein“(Mykola Kalaschnik).
Die Netzbetreiber warnen vor möglichen Ausfällen beim mobilen Internet aufgrund der hohen Belastung der Netze. Die Mehrheit der Mobilfunk-Basisstationen ist jedoch mit Batterien und Generatoren ausgerüstet, was die Aufrechterhaltung der Kommunikation in der Krise unterstützen soll.
Die Maßnahmen der Behörden zielen darauf ab, die Grundversorgung zu stabilisieren. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeuten die Notabschaltungen und die dunklen Straßen jedoch eine enorme Herausforderung im Alltag, die in der kalten Jahreszeit besonders hart spürbar ist.
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