Gedächtnisverlust im Schlaf: Wenn Sauerstoffmangel das Gehirn schädigt.

Gedächtnisverlust im Schlaf: Wenn Sauerstoffmangel das Gehirn schädigt
Gedächtnisverlust im Schlaf: Wenn Sauerstoffmangel das Gehirn schädigt

Wie nächtlicher Sauerstoffmangel das Gehirn angreift

Nach Angaben von TSN.ua: Während des Schlafs kann ein Sauerstoffdefizit im Gehirn eine zentrale Rolle für Gedächtnisschwund und die Entstehung von Alzheimer spielen. Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass nächtliche Atemprobleme die Hirnfunktionen erheblich beeinträchtigen können. Besonders betroffen sind ältere Menschen: Rund 50% von ihnen leiden an obstruktiver Schlafapnoe, einem Hauptrisikofaktor für diese gefährlichen Folgen.

Warnzeichen und Folgen der Schlafapnoe

Demenz kann sich über Jahre unbemerkt entwickeln, wobei erste Anzeichen bereits in den ersten Schlafminuten auftreten können. Der britische National Health Service definiert Schlafapnoe als einen Zustand, bei dem die Atmung im Schlaf wiederholt aussetzt und neu einsetzt. Allein in Großbritannien leben schätzungsweise bis zu 10 Millionen Erwachsene mit dieser Störung, doch nur 700.000 sind diagnostiziert. Fast 4 Millionen Menschen leiden unter schweren Symptomen, zu denen gehören:

  • Lautes, regelmäßiges Schnarchen
  • Atemnot im Schlaf
  • Wahrnehmbare Atemaussetzer

Die Expertin Elizabeth Coulson warnt:

„Wenn das Gehirn durch Atemprobleme nicht genug Sauerstoff erhält, können irreversible Prozesse in Gang gesetzt werden, die für Demenz typisch sind.“

Deutliche Hinweise auf eine ernste Erkrankung zeigen sich auch nach dem Aufwachen: Betroffene wachen oft mit starken Halsschmerzen oder einem trockenen Rachen auf, klagen über häufige morgendliche Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle. Diese Symptome sollten ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden, denn eine frühzeitige Diagnose kann dem fortschreitenden Gedächtnisverlust und der Entwicklung einer Demenz vorbeugen.

Die Studie, die den Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Demenzrisiko hervorhebt, unterstreicht die Dringlichkeit einer rechtzeitigen Diagnose und Behandlung solcher Schlafatmungsstörungen. Angesichts der hohen Dunkelziffer nicht erkannter Fälle sind Aufklärungskampagnen und gezielte Untersuchungen entscheidend, um das Risiko schwerer kognitiver Störungen zu senken. Diese Erkenntnis könnte weitere Forschung und neue Therapieansätze gegen obstruktive Schlafapnoe vorantreiben – und so die Gesundheit der Bevölkerung insgesamt verbessern.


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