Warum Streicheln vor dem Schlafengehen Stress und Blutdruck senkt.
Wie Berührung unsere Emotionen und die unserer Katzen beeinflusst
Nach Angaben von TSN.ua: Der körperliche Kontakt zu einer Katze am Abend wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden des Tieres und messbar auf die Physiologie des Menschen aus. Wissenschaftliche Studien belegen: Schon fünf Minuten Streicheln können den Blutdruck senken. Dies unterstreicht die Bedeutung von Nähe für die Stressreduktion. Die Forschung zeigt zudem, dass ein Ende der Streicheleinheiten mit einem Anstieg des Stresshormons Cortisol verbunden ist.
Die Veterinärmedizinerin und Forscherin Nadin Gurkova erklärt: 'Streicheln und therapeutische Massagen bei Katzen verringern Stress, der mit chronischen Schmerzen einhergeht.'
Dies bestätigt, dass nicht nur Menschen, sondern auch Tiere von körperlicher Zuwendung profitieren. Das als 'Kuschelhormon' bekannte Oxytocin spielt hier eine zentrale Rolle und wirkt zudem auf natürliche Weise schlaffördernd.
Samantha Nigbur, Beraterin für Verhaltenswissenschaften bei der ASPCA, ergänzt: 'Katzen sind wie Menschen – manche genießen viel körperlichen Kontakt, andere nur wenig.' Dies macht die individuellen Vorlieben jeder Katze und ihr persönliches Bedürfnis nach Nähe deutlich.
Nutzen und wichtige Hinweise für den Alltag
Die Interaktion mit Samtpfoten ist somit mehr als nur angenehm – sie kann für beide Seiten gesundheitsfördernd sein und das emotionale Gleichgewicht stärken.
Dabei sind jedoch entscheidende Einschränkungen zu beachten. Da nicht jede Katze gleich auf Streicheleinheiten reagiert, ist es wichtig, ihr Verhalten und ihre Komfortzone aufmerksam zu beobachten. So wird die Erfahrung für Tier und Halter positiv. Die biologische Erklärung für den Effekt liegt in der Aktivierung bestimmter Mechanismen durch Berührung, die Stress abbauen und das körperliche Wohlbefinden steigern.
Die Human-Animal-Interaction-Forschung unterstreicht den Wert von physischem Kontakt für unser emotionales und körperliches Befinden. Indem man die Individualität jeder Katze berücksichtigt, kann die Wirksamkeit tiergestützter Therapieansätze erhöht werden. Diese Erkenntnisse sind nicht nur für Haustierbesitzer, sondern auch für Fachleute in Veterinärmedizin und Psychologie von Bedeutung.
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