45 Minuten im Nichts: Wie ein britischer Familienvater einen Herzstillstand durch COVID überlebte.

45 Minuten im Nichts: Wie ein britischer Familienvater einen Herzstillstand durch COVID überlebte
45 Minuten im Nichts: Wie ein britischer Familienvater einen Herzstillstand durch COVID überlebte

Die Geschichte von Sarbjit Singh

Nach Angaben von TSN.ua: Im Jahr 2020 erlitt der 44-jährige Brite Sarbjit Singh einen Herzstillstand, der ihn für 45 Minuten klinisch tot sein ließ. Ausgelöst wurde dieser lebensbedrohliche Zustand durch eine COVID-19-Infektion. In der Nacht zum 26. November kam es viermal hintereinander zum Herzstillstand. Ein spezielles Notfallverfahren rettete ihm das Leben: Die Ärzte setzten zwei Defibrillatoren gleichzeitig ein, eine Methode, die als doppelte sequenzielle externe Defibrillation bekannt ist.

Ein zweites Leben beginnt

Nach seiner Rückkehr ins Leben schilderte Sarbjit Singh seine tiefgreifenden Erfahrungen. Er betonte:

„Ich habe keine Ahnung, wo ich war. Ich weiß nur eins: 45 Minuten lang hatten meine Kinder keinen Vater.“ – Sarbjit Singh

Dieses einschneidende Erlebnis war für ihn nicht nur eine körperliche, sondern vor allem eine seelische Zerreißprobe, die seine Sicht auf das Dasein grundlegend veränderte.

Die Zeit zwischen Leben und Tod hat Singhs Werte komplett neu ausgerichtet. Als Zeichen seines neuen Lebenswillens und der Wertschätzung für jeden Augenblick trainiert er nun für Hindernisläufe. Dankbar resümiert er:

„Ich kann einfach nicht fassen, was er für mich getan hat.“ – Sarbjit Singh

Sein Fall zeigt eindrücklich, welch entscheidende Rolle medizinische Innovationen und der Mut des Behandlungsteams in Extremsituationen spielen. Zugleich ist sie eine berührende Mahnung an die Kostbarkeit des Lebens.

Die Geschichte von Sarbjit Singh steht beispielhaft für die Möglichkeiten der modernen Intensivmedizin, selbst scheinbar hoffnungslose Fälle zu retten. Sie macht auch deutlich, wie essenziell emotionale Unterstützung für Patienten und ihre Angehörigen in solchen Krisen ist. Die Rückkehr aus dem klinischen Tod verändert einen Menschen nicht nur körperlich, sondern stürzt seine ganze innere Welt um – und führt oft zu einer radikalen Neuordnung der persönlichen Prioritäten.


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