Chinesisches Gericht: Ehefrau erhält Millionen von der Geliebten ihres verstorbenen Mannes zurück.

Chinesisches Gericht: Ehefrau erhält Millionen von der Geliebten ihres verstorbenen Mannes zurück
Chinesisches Gericht: Ehefrau erhält Millionen von der Geliebten ihres verstorbenen Mannes zurück

Präzedenzfall in China

Nach Angaben von TSN.ua: Ein chinesisches Gericht hat ein wegweisendes Urteil zugunsten einer Ehefrau gefällt. Die Frau hatte Klage eingereicht, nachdem sie nach dem Tod ihres Mannes von dessen siebenjähriger außerehelicher Affäre erfahren hatte. Der Verstorbene hatte seiner Geliebten fast 20 Millionen Yuan (rund 2,5 Millionen Euro) überwiesen. Das Gericht wertete diese Zahlungen als rechtswidrig und verpflichtete die andere Frau zur Rückzahlung eines Großteils der Summe.

Der Mann war im Mai 2022 verstorben. Das Paar war seit der Hochzeit im Juli 1999, also über 20 Jahre, verheiratet. Die außereheliche Beziehung hatte er ab 2015 unterhalten. In diesem Zeitraum überwies er seiner Geliebten mehr als 19 Millionen Yuan. Das Gericht ordnete an, dass die Frau namens Tao 14 Millionen Yuan an die Witwe zurückerstatten muss. Solche Fälle sind in China keine Seltenheit, doch die Höhe der Summe und die klare Rechtsauslegung machen diesen Fall besonders.

Urteil bestätigt

Tao hat bereits 5,4 Millionen Yuan zurückgezahlt. Ihre Berufung gegen das Urteil wurde jedoch abgewiesen, wodurch die ursprüngliche Entscheidung rechtskräftig bestätigt wurde. Der Fall hat in der chinesischen Öffentlichkeit große Wellen geschlagen, da er grundlegende Fragen zu ehelichem Vermögen und Treuepflichten aufwirft.

Die Entscheidung betont nicht nur den gesetzlichen Schutz des gemeinschaftlichen ehelichen Vermögens, sondern stellt auch gesellschaftliche Normen infrage. Das Urteil könnte einen wichtigen Präzedenzfall für künftige Verfahren schaffen und unterstreicht, dass die finanziellen Interessen des rechtmäßigen Ehepartners nicht durch außereheliche Beziehungen geschädigt werden dürfen. Dies dürfte die gesellschaftliche Debatte über Moral und Verantwortung in Beziehungen in China weiter befeuern.


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