Ehemalige Unteroffiziere: So gelingt die Rückkehr in den Dienst mit neuem Rang.
Mobilmachung in der Ukraine: Auch frühere Soldaten können wieder einrücken
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine läuft die allgemeine Mobilmachung weiter. Sie richtet sich nicht nur an neue Rekruten, sondern auch an ehemalige Angehörige der Streitkräfte. Das ist ein wichtiger Baustein für die Verteidigungsfähigkeit des Landes. Wer früher den Dienstgrad 'Fähnrich' (ukrainisch: 'Praporschtschyk') innehatte und dieser aberkannt wurde, kann diesen Status unter bestimmten Bedingungen zurückerhalten. Voraussetzung ist die Teilnahme an einem Neubewertungsverfahren (Reattestierung), der Abschluss eines Vertrags mit den ukrainischen Streitkräften und die Zustimmung des zuständigen Kommandeurs.
Ablauf der Neubewertung
Um das Verfahren erfolgreich zu durchlaufen, muss der Betroffene einen Dienstvertrag mit der Armee unterzeichnen. Zudem ist das Einverständnis des Kommandeurs der jeweiligen Militäreinheit erforderlich. Darauf wies Andrij Karpenko hin und betonte:
„Ohne die Zustimmung der Einheitenführung können Sie keinen Vertrag abschließen.“ – Andrij Karpenko
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die übergeordnete Kommission des ukrainischen Verteidigungsministeriums prüft die eingereichten Unterlagen für die Neubewertung. So wird sichergestellt, dass die früheren Soldaten für ihre neuen Aufgaben geeignet sind. Zudem wird in der Militäreinheit selbst geprüft, ob der Bewerber den Anforderungen der angestrebten Position entspricht, wie Jurij Ajwasjan erläuterte. Auf Basis dieser Entscheidung wird ein entsprechender Befehl für das Personal erlassen. Das zeigt: Der Prozess ist klar geregelt und sieht eine sorgfältige Auswahl der Kandidaten vor, die in den Dienst zurückkehren möchten.
Das ukrainische Mobilmachungssystem zielt also nicht nur darauf ab, neue Kämpfer zu gewinnen. Es nutzt auch gezielt die Erfahrung und das Wissen ehemaliger Soldaten. Das kann die Verteidigungsfähigkeit des Landes in der aktuellen Lage stärken. Die verlängerte Mobilmachung und die Möglichkeit der Neubewertung belegen den Willen der ukrainischen Führung, die Streitkräfte zu festigen. Diese Maßnahmen zeigen auch, wie wichtig es ist, militärische Ressourcen an neue Gegebenheiten anzupassen – erfahrene Kräfte können sich schneller integrieren und Aufgaben an der Front übernehmen. Solche Schritte können die Effektivität der ukrainischen Armee in den anhaltenden Konflikten deutlich verbessern.
Lesen Sie auch
- Offener Brief an Putin: Selenskyj sendet Botschaften nach Washington und Europa
- 70-Milliarden-Paket für die Ukraine: Was die NATO plant
- Wahlkampf in Armenien: Paschinjans Partei will Konkurrenten wegen Bestechungsvorwürfen ausschließen lassen
- Nach sieben Jahren: Chinas Staatschef reist nach Nordkorea – Hintergründe zum Besuch
- Friedenssignale aus Minsk: Lukaschenko beschwört Dialog, während Kiew militärische Optionen nicht ausschließt
- EU-Beitritt der Ukraine: Slowakei gibt grünes Licht – Erste Verhandlungsrunde startet im Juni 2026

