US-Embargo zwingt zum Umdenken: Kubaner baut Auto, das mit Holzkohle fährt.
Alternative Antriebe: Wie ein alter Fiat jetzt mit Holzkohle fährt
Nach Angaben von Novyny.live: Der kubanische Tüftler Juan Carlos Pino hat einen Polski Fiat aus dem Baujahr 1980 so umgerüstet, dass er statt mit Benzin mit Holzkohle betrieben wird. Grund dafür ist das US-Embargo, das die Insel von regulären Kraftstofflieferungen abschneidet und die Treibstoffversorgung massiv erschwert. Bei einer Testfahrt erreichte das umgebaute Fahrzeug immerhin eine Spitzengeschwindigkeit von 69 km/h und legte eine Strecke von 85 Kilometern zurück – ein Beleg für die Funktionsfähigkeit der unkonventionellen Technik.
Rückbesinnung auf eine alte Technologie
Die Idee, Fahrzeuge mit Holzkohle oder Holzgas anzutreiben, ist keineswegs neu. Bereits während des Zweiten Weltkriegs griffen viele Europäer auf diese Methode zurück, als kriegsbedingte Treibstoffknappheit herrschte. Erste wissenschaftliche Abhandlungen zu den Vorzügen von Kohle als Kraftstoff erschienen sogar schon im Jahr 1934. Pinos Projekt ist somit ein aktuelles Beispiel für „Volks-Ingenieurswesen“ und zeigt, wie Kubaner mit Kreativität und Erfindungsgeist auf schwierige Rahmenbedingungen reagieren.
Längst vergessen geglaubte Techniken erleben so eine Renaissance und bieten Lösungsansätze für moderne Energieprobleme. Juan Carlos Pino hat mit seinem Umbau nicht nur einen Oldtimer wieder flottgemacht, sondern auch das Potenzial von Holzkohle als Treibstoff unter Beweis gestellt.
Die Arbeit von Pino könnte auch für andere Länder richtungsweisend sein, die mit hoher Energieabhängigkeit kämpfen. Angesichts knapper werdender Ressourcen gewinnt die Suche nach alternativen Kraftstoffquellen an Bedeutung. Zudem könnte die Wiederbelebung alter Verfahren, wie der Nutzung von Holzkohle, bei entsprechender technischer Optimierung und Regulierung dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu verringern.
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