Elche in Pripjat: Wie die Sperrzone von Tieren zurückerobert wird.
Elche erkunden die Geisterstadt Pripjat
Nach Angaben von TSN.ua: Im Sperrgebiet um Tschernobyl sind Elche längst keine Seltenheit mehr. Mitarbeiter des Tschernobyler Biosphärenreservats dokumentieren die großen Pflanzenfresser regelmäßig nicht nur in den Wäldern, sondern auch mitten in den verlassenen Straßen von Pripjat und in der Nähe der Stadt Tschernobyl. Dies zeigt, wie gut sich die Tiere an die veränderten Lebensbedingungen angepasst haben und neue Gebiete erschließen.
Die regelmäßigen Beobachtungen der Reservatsmitarbeiter belegen, dass die Elche keine Scheu vor ehemals menschlichen Siedlungen zeigen.
„Unsere Mitarbeiter treffen diese majestätischen Tiere regelmäßig nicht nur in Wäldern und auf Lichtungen, sondern einfach auf den Straßen von Pripjat oder in der Nähe von Tschernobyl“ – Tschernobyler radio-ökologisches Biosphärenreservat.
Die Artenvielfalt in der Sperrzone beschränkt sich nicht auf Elche. Bereits früher filmten Wissenschaftler des Reservats beispielsweise Otter am Ufer des Flusses Pripjat bei ihrer täglichen Routine. Die Sperrzone ist damit heute nicht nur ein Mahnmal für die Tragödie von 1986, sondern auch ein Rückzugsgebiet für viele Tierarten.
Diese Beobachtungen unterstreichen die erstaunliche Widerstandsfähigkeit der Natur, die sich auch an Orten technologischer Katastrophen Raum zurückerobert. Die Anpassung der Wildtiere an die neuen Lebensumstände in der menschenleeren Zone zeigt, dass sich Ökosysteme erholen können, wenn der menschliche Einfluss fehlt. Das fast vollständige Verschwinden menschlicher Aktivitäten schafft hier paradoxerweise die Voraussetzung für eine ungestörte Entwicklung der Tierwelt.
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