Diplomatischer Marathon im Februar 2023: Milliardenhilfen und 31 Treffen für Selenskyj.
Ukraine setzt im Krieg auf intensive Diplomatie
Nach Angaben von UATV: Im Februar 2023 führte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj 31 internationale Treffen und 11 Telefongespräche. Diese intensive diplomatische Aktivität fand vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges mit Russland statt. Selenskyj reiste nach Deutschland, wo er an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnahm. Am selben Tag, der sich mit dem vierten Jahrestag der russischen Invasion deckte, empfing Kiew die Staats- und Regierungschefs von Finnland, Dänemark, Estland, Island, Lettland, Norwegen, Kroatien und Schweden. Diese Gespräche waren entscheidend, um neue Formen der Unterstützung für die Ukraine auszuloten.
Bei einem Treffen mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wurde vereinbart, dass die EU-Kommission an der Umsetzung der neuen Energiestrategie der Ukraine mitwirkt. Im selben Monat konnten 157 Ukrainer aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückgeführt werden. Zudem wurden im Rahmen der Initiative "Bring Kids Back UA" 2000 Kinder in die Heimat gebracht – ein Zeichen für die Bemühungen, die Rechte ukrainischer Bürger auch unter den schwierigen Bedingungen des Krieges zu schützen.
Milliardenschwere Militär- und Energiehilfen für die Ukraine
Die internationalen Partner der Ukraine setzten ihre umfangreiche Unterstützung fort. Die Hilfen umfassten sowohl militärische als auch zivile Bereiche, insbesondere die Stabilisierung der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen. Die geleisteten Zusagen im Überblick:
- Schweden: Militärhilfe im Wert von über 1,4 Milliarden US-Dollar;
- Großbritannien: 200 Millionen US-Dollar für PURL und 680 Millionen US-Dollar für ein Luftabwehrsystem;
- Norwegen: 1,26 Milliarden US-Dollar für Drohnen;
- Dänemark: 510 Millionen Euro für den Ukraine Support Fund;
- Finnland: Verteidigungspaket im Wert von 43,2 Millionen Euro;
- Litauen: 30 Raketen für tragbare Luftabwehrsysteme (MANPADS);
- Estland: Finanzhilfe von 11 Millionen Euro für PURL-Programme;
- Lettland: Finanzhilfe von 10 Millionen Euro für PURL-Programme;
- Island: 6,5 Millionen US-Dollar zur Unterstützung des Energiesektors;
- Kanada: 2 Milliarden Kanadische Dollar Militärhilfe;
- Niederlande: 107 Millionen US-Dollar für das PURL-Programm;
- Japan: 41 Millionen US-Dollar für den Wiederaufbau;
- Kroatien: 1,5 Millionen Euro für den Ukraine Energy Support Fund;
- Schweiz: Energiehilfspaket im Wert von über 35 Millionen US-Dollar;
- Israel: 117 mobile Stromerzeuger für die Region Kiew;
- Tschechien: 55 Elektrogeneratoren;
- Italien: 10 hochleistungsfähige mobile Stromerzeuger.
Die Ereignisse des Februars 2023 zeigen eindrücklich, wie sehr die Ukraine auf internationale Bündnisse setzt und weiterhin breite Unterstützung erhält. Diese Solidarität bleibt ein entscheidender Faktor im Abwehrkampf gegen die russische Aggression und für den langfristigen Wiederaufbau des Landes.
Die aktive Diplomatie der Ukraine im Februar 2023 unterstreicht die zentrale Bedeutung internationaler Unterstützung im Krieg gegen Russland. Die Bemühungen der ukrainischen Führung, Bürger zurückzuholen und die Energiesicherheit zu stärken, zeigen den Handlungsbedarf unter Kriegsbedingungen. Die militärische und finanzielle Hilfe der Partnerstaaten ist ein Schlüsselfaktor für die Verteidigungsfähigkeit und den späteren Wiederaufbau der Ukraine.
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