Sonderurlaub auch in der Grundausbildung: So beantragen Mobilisierte eine Freistellung.
Anspruch auf Sonderurlaub für Soldaten
Nach Angaben von Novyny.live: Für ukrainische Soldaten, die in die Streitkräfte (ZSU) einberufen wurden, besteht auch während der allgemeinen Grundausbildung (BZVP) die Möglichkeit, Sonderurlaub aus familiären Gründen zu erhalten. Diese Regelung rückte in den Fokus, nachdem ein Wehrpflichtiger einen Antrag stellte, weil seine Mutter sich den Arm gebrochen hatte und operiert werden musste. Solche gesundheitlichen Notfälle naher Angehöriger gelten als triftiger Grund für eine Freistellung.
Mit der Mobilisierung erhält man den Status 'Soldat' und durchläuft die Grundausbildung in speziellen Zentren. Der betroffene Soldat verwies in seinem Antrag darauf, dass bei seiner Mutter keine anderen Familienmitglieder für die Pflege zur Verfügung stünden. Während der Ausbildung erhalten Mobilisierte ab dem ersten Tag eine finanzielle Zuwendung, die jedoch nicht als Gehalt, sondern als Versorgung gilt.
So läuft der Antrag auf Freistellung ab
Jurij Ajwazjan gibt konkrete Hinweise für den Antrag:
„Wenn Sie alle notwendigen medizinischen Dokumente über den Gesundheitszustand der Mutter und das Fehlen anderer Familienmitglieder vorlegen können, bleibt nur noch, einen Antrag an den Kommandanten zu stellen und um Sonderurlaub zu bitten.“Dies unterstreicht, wie wichtig eine lückenlose Dokumentation der Gründe für den Erfolg des Gesuchs ist.
Allerdings liegt die endgültige Entscheidung im Ermessen der Vorgesetzten. Wladyslaw Derij bringt es auf den Punkt:
„Grundsätzlich bestehen Chancen auf Urlaub, aber alles hängt vom Wohlwollen des Kommandos ab.“Das Verfahren kann also trotz rechtlicher Grundlage durch die Entscheidung der Führung erschwert werden.
Zusammenfassend haben Soldaten zwar die Möglichkeit auf Sonderurlaub, der Prozess ist jedoch von der Verfügbarkeit der Nachweise und der Haltung der Kommandebene abhängig. Klare Verfahrenswege sind für die Moral der Truppe entscheidend, besonders wenn persönliche Notlagen den Dienstalltag überschatten. Die aktuelle Diskussion zeigt, wie wichtig unterstützende Regelungen für die psychische Belastung der mobilisierten Kräfte sind.
Lesen Sie auch
- Überraschung für Autofahrer in der Ukraine: Wann die Rechtsabbiegen bei Rot erlaubt ist
- Militärverwaltung rechtfertigt Vorgehen: Bauarbeiter-Vorfall und Schüsse in Czernowitz neu bewertet
- Neue Leistungen für Menschen mit Behinderungsgrad 3: Das ändert sich 2026 in der Ukraine
- 15 Kinder aus besetzten Gebieten befreit: Wie die Initiative Bring Kids Back UA ukrainische Familien zusammenführt
- Frontstadt-Verbandschef attackiert reine NMT-Zulassung an Hochschulen
- Vorsicht vor Job-Betrug: So schützen Sie sich vor falschen Stellenangeboten in Nachrichten-Apps

