Abgeordnete ohne Arbeit sollen an die Front: Neuer Vorstoß von Nalyvaitschenko.

Abgeordnete ohne Arbeit sollen an die Front: Neuer Vorstoß von Nalyvaitschenko
Abgeordnete ohne Arbeit sollen an die Front: Neuer Vorstoß von Nalyvaitschenko

Neue Maßstäbe für Parlamentarier im Kriegszustand

Nach Angaben von Novyny.live: Der Abgeordnete Valentyn Nalyvaitschenko von der Partei „Vaterland“ fordert harte Konsequenzen für säumige Volksvertreter. In der Sendung „Abend.LIVE“ plädierte er dafür, jenen Parlamentariern das Mandat zu entziehen, die während des Kriegsrechts ihre Pflichten im Parlament vernachlässigen. Anschließend sollten sie, wie jeder andere Bürger auch, zur Mobilisierung herangezogen werden. Seiner Ansicht nach ist es in Zeiten des Krieges inakzeptabel, wenn Abgeordnete ihre Arbeit nicht ernst nehmen.

„Man müsste eine einfache Änderung vornehmen: Volksabgeordnete, die während des Kriegsrechts nicht zur Arbeit in die Werchowna Rada erscheinen, sollten ihr Mandat verlieren – Punkt. Danach unterliegen sie, genau wie alle anderen ukrainischen Bürger, der Mobilisierung“, so Nalyvaitschenko wörtlich.

Seine Aussage unterstreicht, dass er die mangelnde Präsenz von Abgeordneten während des Krieges als unverantwortlich betrachtet. Damit reiht er sich in eine Reihe von Politikern ein, die eine strengere Kontrolle der Parlamentsarbeit fordern.

Gesetzesinitiativen gegen Korruption

Parallel dazu hat Dmytro Razumkov einen Gesetzesentwurf eingebracht, der Korruption mit Landesverrat gleichsetzt. Dies zeigt das Bestreben der Gesetzgeber, die Strafen für korruptes Verhalten unter Kriegsbedingungen zu verschärfen. Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich deutlich: Abgeordnete, die ihr Mandat niederlegen wollten, müssten entweder arbeiten oder an die Front gehen.

David Arachamija kommentierte die Aussagen des Präsidenten zu möglichen Gesetzesänderungen, die es Volksabgeordneten erlauben würden, Soldaten zu werden. Diese Vorstöße sind eine Reaktion auf die Notwendigkeit, die Gesetzgebung an die Kriegsrealität anzupassen und die Effizienz staatlicher Institutionen zu steigern. Die Diskussion zeigt, wie stark der Druck auf die Politik wächst, in Krisenzeiten Verantwortung zu übernehmen.

Die Frage der Mobilisierung von Abgeordneten und ihrer Verantwortung für Pflichtverletzungen gewinnt angesichts der militärischen Bedrohung zunehmend an Bedeutung. Nalyvaitschenkos Forderungen nach Gesetzesänderungen könnten Teil einer breiteren Debatte im ukrainischen Parlament sein, die darauf abzielt, die Leistungsfähigkeit der Staatsführung im Krieg zu sichern – ein entscheidender Faktor für die Verteidigungsfähigkeit und Stabilität des Landes.


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