Russlands Offensive in der Ukraine: Historisch langsames Vorrücken.
Russlands militärischer Vormarsch
Nach Angaben von TSN.ua: Der russische Angriffskrieg in der Ukraine verläuft mit einem historisch niedrigen Tempo. Analysen des Center for Strategic and International Studies (CSIS) zeigen, dass die russischen Truppen in ihren Offensivoperationen durchschnittlich nur 15 bis 70 Meter pro Tag vorankommen. Diese Zahlen verdeutlichen die enormen Schwierigkeiten, mit denen die Invasoren konfrontiert sind, und stellen einen militärhistorischen Tiefpunkt dar.
Die Schlacht um Tschassiw Jar
Seit Februar 2024 versucht Russland, die Stadt Tschassiw Jar einzunehmen. In dieser Offensive erreicht das Vorrücken mit durchschnittlich 15 Metern pro Tag einen besonders niedrigen Wert. Zum Vergleich: Während der Schlacht an der Somme im Jahr 1916, einem der blutigsten Gefechte des Ersten Weltkriegs, betrug die tägliche Vorrückungsrate der französischen Truppen etwa 80 Meter.
Die Verluste der russischen Streitkräfte übersteigen zudem die aller Kriege seit dem Zweiten Weltkrieg. Seit Beginn des großangelegten Einmarsches im Februar 2022 hat Russland nach verfügbaren Daten fast 1,2 Millionen Gesamtverluste erlitten, darweit über 325.000 getötete Soldaten. Diese enormen Zahlen unterstreichen die Intensität des Widerstands und die verheerenden Kosten der Invasion.
Die extrem niedrige Vorrückungsgeschwindigkeit deutet auf tiefgreifende Probleme in der russischen Kriegsführung hin. Neben dem erbitterten ukrainischen Widerstand könnten logistische Schwächen, eine niedrige Moral der Truppen und ineffektive Führung eine Rolle spielen. Diese Faktoren werden den weiteren Verlauf des Konflikts und die strategischen Optionen beider Seiten maßgeblich beeinflussen.
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