Fallschirm-Biber: Wie die USA die Umwelt nach dem Krieg retteten.
Nach Angaben von ТСН: In den USA, in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre, führte die Regierung des Bundesstaates Idaho eine großangelegte Umsiedlungsoperation von Biebern in abgelegene Berggebiete durch. Die Tiere wurden mit militärischen Fallschirmen transportiert und aus Flugzeugen abgeworfen. Im Rahmen des Programms wurden etwa 70 Bieber umgesiedelt.
Ökologische Bedeutung der Bieber
Der Rückgang der Biberpopulation in den USA begann zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund anhaltender Jagd und Pelzhandel. Schließlich reduzierte sich ihre Zahl auf etwa 100.000. Später stellten Forscher ihre Schlüsselrolle im Ökosystem fest: Biber halten Wasser, verringern das Risiko von Dürre, reinigen Flüsse von Verunreinigungen, stellen Bäche wieder her und helfen, Waldbrände zu verhindern.
Konflikte in McCall
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in der Stadt McCall (Idaho) eine aktive Wohnbebauung entlang von Gewässern. Dies führte zu Konflikten zwischen den Einheimischen und den Biebern, die begannen, Dämme zu bauen, wodurch Grundstücke überflutet und Bäume beschädigt wurden. Die Behörden entschieden sich, die Tiere nicht zu töten, da dies als unhuman und schädlich für die Natur angesehen wurde, und beschlossen, ein Umsiedlungsprojekt im Chamberlain-Reservat durchzuführen.
Neuer Ansatz für die Umsiedlung
Versuche, Biber traditionell umzusiedeln, insbesondere auf Pferden, waren erfolglos, da die Tiere Kühle und Wasser benötigten. Dann schlug Elmo Heter, ein Mitarbeiter des Fischereidepartments von Idaho, vor, militärische Fallschirme und speziell angefertigte Holzkisten zu verwenden. Vor der großangelegten Operation wurde die Methode an einem Biber namens Geronimo getestet. Nach erfolgreichen Tests erhielt das System die Genehmigung und wurde implementiert.
Im Rahmen des Programms wurden spezielle Kisten geschaffen, die sich nach der Landung automatisch öffneten. Mit dieser Methode wurden im Laufe der Zeit etwa 70 Biber umgesiedelt, von denen sich die meisten erfolgreich an die neuen Bedingungen anpassten.
Entdeckung der Geschichte
Die Geschichte der Luftumsiedlung von Biebern blieb weitgehend unbekannt, bis die Historikerin Sharon Clark einen Archivfilm
Fur for the Futurefand. Nach der Restaurierung wurde das Video im Internet populär und zog die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern, Ökologen und kulturellen Projekten auf sich.
Biologe Sean Sabo berichtete, dass derzeit in Idaho keine Luftumsiedlungsverfahren für Biber mehr angewendet werden. Jetzt werden sie in speziellen Transportboxen oder zu Fuß transportiert, aber Biber bleiben wichtig für die Aufrechterhaltung des natürlichen Gleichgewichts, indem sie Lebensräume für Fische, Amphibien und Vögel schaffen.
Interessante Information: Biber können innerhalb von zwei Tagen einen Damm bauen, für dessen Genehmigung die lokale Regierung 7 Jahre benötigte.
Das Verhalten der Biber und ihre Rolle im Ökosystem sind wichtige Themen für die Forschung und den Erhalt natürlicher Ressourcen. Die Geschichte ihrer Umsiedlung in Idaho zeigt einen kreativen Umgang mit ökologischen Problemen und betont die Notwendigkeit, das Gleichgewicht zwischen Natur und menschlicher Aktivität zu bewahren.
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