Ukrainische Bodenroboter im Fronteinsatz: Kampfdrohnen auf Ketten.
Bodenroboter made in Ukraine: Eine neue Waffengattung entsteht
Nach Angaben von UATV: Seit Beginn des vor vier Jahren eskalierenden Krieges hat sich in der Ukraine eine neue militärische Fähigkeit etabliert: unbemannte Bodenfahrzeuge. Diese Roboterplattformen übernehmen an der Front vielfältige und gefährliche Aufgaben, von der Aufklärung über die Munitionsversorgung bis hin zur Evakuierung von Verwundeten. Ukrainische Hersteller produzieren diese Systeme mittlerweile in großer Stückzahl und liefern sie an alle Frontabschnitte.
Vom Granatwerfer bis zum Maschinengewehr: Die Modelle im Detail
Zu den eingesetzten Modellen gehört der DROID TW 12.7, der mit einem Kampfmodul ausgestattet ist und ein Browning-12,7-Maschinengewehr mit 400 Schuss Munition trägt. Sein Pendant, der DROID NW 40, ist für den Beschuss mit 40-mm-Granaten und VOG-Geschossen auf Distanzen von bis zu zwei Kilometern konzipiert. Der Einsatz dieser Roboter erstreckt sich über die gesamte Frontlinie, von der Region Sumy bis nach Saporischschja.
Projektleiter Jurij Porizkyj betont die immense Bedeutung solcher Systeme in modernen Konflikten.
„In modernen Kriegen spielen unbemannte Bodenfahrzeuge eine enorme Rolle“ - Jurij Porizkyj.Er verweist zudem auf die integrierte Künstliche Intelligenz in den Kampfmodulen:
„In unseren Kampfmodulen ist Künstliche Intelligenz verbaut, die hilft, feindliche Infanterie zu erkennen und zu verfolgen“ - Jurij Porizkyj.
Jede Einheit durchläuft vor der Auslieferung an die Truppe strenge Tests. „Wenn ein Fahrzeug komplett zusammengebaut ist, muss es unbedingt 5 bis 10 Kilometer Probe fahren, um alle Funktionen zu prüfen“, erklärt Porizkyj. Die lückenlose Qualitätskontrolle in der Produktion soll die Zuverlässigkeit unter Gefechtsbedingungen sicherstellen. Diese bodengebundenen Roboter sind damit zu einem festen Bestandteil der ukrainischen Kriegsführung geworden und entlasten die Infanterie bei riskanten Missionen. Ihre Verwendung ist ein Beispiel für die schnelle Anpassung an die Erfordernisse eines Stellungskrieges, in dem Präzision und der Schutz eigener Kräfte gleichermaßen zählen.
Lesen Sie auch
- Nur zwei bis drei Jahre: Warum faltbare Android-Handys so schnell den Geist aufgeben
- Wenn Turbomotoren enttäuschen: Die anfälligsten Aggregate und wie man sie rettet
- JD Power Zuverlässigkeitsstudie: BMW an der Spitze, Audi und Mercedes fallen zurück
- Ukrainische Drohnen-Barkasse „Barrakuda“ wird zum fliegenden Flugzeugträger: Wie viele FPV-Drohnen sie an Bord hat
- Toter Pixel auf dem Monitor: Lässt sich der Schaden selbst beheben?
- Historische Gebäude: Neue Solarpaneele ahmen Ziegel und Dachziegel nach

