Belgischer Premier: Eine Niederlage Russlands im Krieg ist für den Westen unerwünscht.

Belgischer Premier: Eine Niederlage Russlands im Krieg ist für den Westen unerwünscht
Belgischer Premier: Eine Niederlage Russlands im Krieg ist für den Westen unerwünscht

Nach Angaben von ТСН: Der Krieg in der Ukraine wird irgendwann enden, aber man sollte nicht erwarten, dass Russland ihn verliert. Ein unerwünschtes Szenario ist, dass ein Land mit Atomwaffen instabil wird.

Mit dieser Position trat der belgische Premierminister Bart De Wever in einem Interview hervor.

De Wever stellte fest, dass Russland nach dem Ende der Kampfhandlungen selbst einen Teil seiner Vermögenswerte abgeben muss. Er betonte auch, dass eine Niederlage Russlands in diesem Krieg unwahrscheinlich und unerwünscht sei.

„Irgendwann wird dieser Krieg enden. Aber Russland wird diesen Krieg niemals verlieren. Es ist nicht einmal wünschenswert, dass ein Land mit Atomwaffen einen Krieg verliert und vollständig instabil wird. Das ist nicht einmal in unserem Interesse. Deshalb ist die Vorstellung, dass wir eines Tages die eingefrorenen Vermögenswerte zurückbekommen, weil Russland den Krieg verliert und gezwungen ist, sie abzutreten, eine Illusion“,

— bemerkte der belgische Premier.

Er wies auch auf die russischen Drohungen bezüglich negativer Folgen für Belgien hin, falls dessen Vermögenswerte beschlagnahmt werden.

„Ich denke, das bedeutet auf Russisch, dass sie in Erwägung ziehen, uns ins Unendliche zu schicken. Wir sehen bereits Drohnen, die sich nähern, also sollte man sich nicht fürchten, aber zu sagen, dass es unwichtig ist, ist nicht so. Sie könnten Gegenbeschlagnahmungen in Russland durchführen... Alle belgischen Fabriken in Russland werden sie übernehmen“,

— glaubt De Wever.

Er stellte auch fest, dass andere europäische Länder in einer ähnlichen Situation sein könnten aufgrund ihrer Entscheidungen zur Beschlagnahme russischer Vermögenswerte.

„Die Gerichte in Russland werden anfangen, uns zu verurteilen“,

— fügte er hinzu.

De Wever äußerte auch Bedenken hinsichtlich des Plans der EU, eingefrorene russische Vermögenswerte zur Finanzierung der Ukraine zu nutzen, und wies darauf hin, dass dies die Friedensverhandlungen gefährden könnte.

Vor kurzem legte die EU ein Vorschlagspaket zur langfristigen Unterstützung der Ukraine bis 2026-2027 vor. Dieses Paket umfasst Finanzierungsmechanismen und Schutzmaßnahmen gegen mögliche Reaktionen Russlands auf beschlagnahmende Entscheidungen. Diese Vorschläge müssen jedoch noch vom Europäischen Parlament und dem Rat der EU genehmigt werden, und die Staatsoberhäupter planen, sie auf dem Gipfel im Dezember zu diskutieren.

Die Äußerungen von Bart De Wever unterstreichen die Komplexität der Situation und den Ansatz europäischer Länder zu den Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Die Frage der Beschlagnahme von Vermögenswerten und deren Verwendung zur Unterstützung der Ukraine bleibt ein wichtiges Thema in der aktuellen politischen Diskussion, insbesondere im Kontext der Gewährleistung von Frieden und Stabilität in der Region.


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