Giftalgen im Mittelmeer: Neue Gefahr durch kontaminierten Fisch.
Erstnachweis giftiger Mikroalgen
Nach Angaben von TSN.ua: Forscher haben erstmals im Mittelmeer Mikroalgen der Gattung Gambierdiscus nachgewiesen, die gefährliche Toxine produzieren. Dies stellt eine potenzielle Gesundheitsgefahr dar, insbesondere durch den Verzehr von Fisch. Ein Team um César Bordehore von der Universität Alicante entdeckte die Organismen in Küstengewässern zwischen den spanischen Städten Dénia und Xàbia. Solche Algen waren typischerweise in tropischen Gewässern beheimatet, ihre Ausbreitung in gemäßigte Zonen ist alarmierend.
Analysen ergaben, dass vor dem Jahr 2011 keine Spuren von Gambierdiscus vorhanden waren. In den Proben variierte die Zellzahl zwischen 20 und 140 pro Liter. Es handelt sich vorläufigen Daten zufolge um die Art Gambierdiscus australes. Laborbeobachtungen von den Balearen zeigten bei dieser Art eine geringe Toxizität. Die Behörden passen bereits die Kontrollpläne für Meeresfrüchte an diese neuen Funde an.
Klimawandel als Treiber
Die zunehmend wärmeren Wassertemperaturen im Mittelmeer könnten das Überleben tropischer Mikroorganismen wie Gambierdiscus begünstigen. Diese Mikroalge ist ein benthischer Organismus, der auf Steinen, Algen und Seegras wächst. Während der direkte Kontakt für Badende kein Risiko darstellt, entsteht die Gefahr durch den Verzehr von kontaminiertem Fisch. Wissenschaftler und Aufsichtsbehörden beobachten die Entwicklung weiterhin genau, um die Sicherheit von Meeresfrüchten für Verbraucher zu gewährleisten.
Der Nachweis der Gambierdiscus-Algen im Mittelmeer ist ein wichtiges Warnsignal für Ökologen und Behörden. Er könnte auf tiefgreifende Veränderungen im Ökosystem der Region hindeuten, die durch die globale Erwärmung der Meere vorangetrieben werden.
Regelmäßige Überwachung und Qualitätskontrollen bei Meeresfrüchten werden entscheidend sein, um möglichen Risiken vorzubeugen.
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