Einzigartige Kostümsammlung vernichtet: Russischer Nachtangriff trifft 13 Kulturdenkmäler.
Schäden an historischen Stätten in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In der Nacht zum 15. Juni hat ein russischer Angriff schwere Verwüstungen angerichtet. Kulturministerin Tetjana Bereschna bestätigte, dass 13 historische Bauwerke in Kiew, Charkiw und Dnipro beschädigt wurden. Die Attacke traf nicht nur architektonische Juwelen, sondern auch das kulturelle Erbe des Landes insgesamt.
Betroffene Kulturstätten im Überblick
- Dowschenko-Filmstudios
- Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in der Kiewer Höhlenkloster
- Kunst-Arsenal
- Palast Ukrajina
- Gebäude der Karpenko-Karyj-Universität
- Kunstmuseum in Charkiw
Besonders verheerend ist der Verlust einer einzigartigen Kostümsammlung: Über 100.000 Kleidungsstücke und rund drei Millionen Requisiten wurden zerstört. Laut Bereschna handelte es sich um die größte und älteste Kostümkollektion der Ukraine. Sie erklärte:
„Die größte und älteste Kostümsammlung der Ukraine wurde vernichtet – über hunderttausend Kostüme und mehr als drei Millionen Kostümrequisiten.“ – Tetjana Bereschna
Es war bereits der zweite Angriff auf die Dowschenko-Filmstudios innerhalb eines Monats, was auf eine gezielte Strategie gegen kulturelle Einrichtungen hindeutet. Die Einsatzkräfte rückten mit 30 Fahrzeugen an, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. Pawlo Petrow berichtete:
„Die Rettungskräfte verhinderten, dass das Feuer ins Innere der Kirche im Höhlenkloster übergriff.“ – Pawlo Petrow
Dennoch zeigen eingeschlagene Fenster an der Universität und mehreren Museen auf dem Klostergelände das ganze Ausmaß der Zerstörung. Die Lage bleibt angespannt, da weitere Schäden nicht ausgeschlossen werden können.
Der Vorfall verdeutlicht die prekäre Lage des ukrainischen Kulturgutschutzes während des Krieges. Jeder Verlust trifft nicht nur die materielle Substanz, sondern auch die kollektive Identität der Nation. Umso dringlicher wird der Schutz dieser Stätten, die ein Stück der ukrainischen Seele bewahren.
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