Norwegen fordert China auf, auf Russland einzuwirken: Das könnte die Beziehungen zu Europa entscheiden.
Appell aus Oslo an Peking
Nach Angaben von UATV: Norwegen hat China dazu aufgefordert, seinen Einfluss auf Russland geltend zu machen, um Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine voranzutreiben. Diese Bitte äußerte Ministerpräsident Jonas Gahr Störe nach einem Gespräch mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi. Der norwegische Regierungschef betonte, dass China aufgrund seiner engen Kontakte zur russischen Führung in der Lage sei, den Friedensprozess zu unterstützen. Sollte Peking dieser Erwartung nicht nachkommen, könnte dies die Beziehungen zwischen Europa und China nachhaltig belasten.
Störe erklärte, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine das zentrale Thema der Unterredung gewesen sei. Dabei hob er hervor:
„China ist vermutlich das Land, das den besten und direktesten Zugang zur russischen Führung hat. Wir erwarten, hoffen und fordern China eindringlich auf, diesen Kanal zu nutzen.“Diese Aussage unterstreicht die Schlüsselrolle, die Peking in den internationalen Beziehungen und bei Friedensinitiativen einnehmen könnte.
Gespräche ohne Vorbedingungen
Der norwegische Außenminister Espen Barth Eide bewertete die Diskussionen mit der chinesischen Seite als „konstruktiv und vielversprechend“. Er betonte zudem, dass Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland ohne Vorbedingungen beginnen sollten. Dies sei ein entscheidender Punkt, denn wie Störe anmerkte:
„Das allein ist bereits ein ernsthaftes Zugeständnis der Ukraine, schließlich geht es um ihr eigenes Territorium.“
Nach dem Treffen erwähnte die chinesische Seite weder Russland noch den Krieg in der Ukraine – ein Hinweis darauf, dass Pekings Einflussmöglichkeiten möglicherweise begrenzt sind. Dennoch setzt Norwegen weiterhin auf eine konstruktive Rolle Chinas im Friedensprozess, was die künftige Entwicklung der Beziehungen zwischen Europa und der Volksrepublik maßgeblich beeinflussen könnte.
Der norwegische Vorstoß verdeutlicht die wachsende Bedeutung Chinas in globalen Angelegenheiten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine. Die Zusammenarbeit zwischen den Staaten könnte ein wichtiger Faktor für Friedensgespräche sein, doch die Zurückhaltung Pekings zeigt die Komplexität der Lage. Die Weltgemeinschaft wird genau beobachten, wie effektiv China seinen Einfluss für eine friedliche Lösung in der Ukraine nutzen kann.
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