Ab Februar 2026 droht Rentenstopp: Diese Gruppen müssen jetzt handeln.
Die Rentenlage in der Ukraine im Jahr 2026
Nach Angaben von TSN.ua: Ab Februar 2026 könnten in der Ukraine zahlreiche Rentner ihre monatlichen Zahlungen verlieren. Grund ist die versäumte persönliche Identifizierung beim Rentenfonds bis zum Stichtag 31. Dezember 2025. Die Hintergründe sind komplex: Von den insgesamt 10,2 Millionen Rentnern im Land (Stand Oktober 2025) gehen noch 2,8 Millionen einer Erwerbstätigkeit nach.
Die durchschnittliche Rente beläuft sich auf knapp 6.500 Hrywnja. Bei berufstätigen Rentnern liegt sie mit über 7.000 Hrywnja etwas höher. Allerdings erhält mehr als die Hälfte aller Rentenbezieher weniger als 5.000 Hrywnja, während 15 Prozent eine Rente von über 10.000 Hrywnja beziehen. Weitere 30 Prozent erhalten zwischen 5.000 und 10.000 Hrywnja. In Euro umgerechnet entspricht die Durchschnittsrente etwa 133 Euro.
Geplante Rentenausgaben im Staatshaushalt
Im ukrainischen Haushaltsentwurf für 2026 sind für Rentenzahlungen 1.027 Milliarden Hrywnja veranschlagt. Das sind 123 Milliarden mehr als im Vorjahr 2025. Diese Summe macht rund 19 Prozent der gesamten geplanten Staatsausgaben aus.
Besonders betroffen von den geplanten Zahlungseinstellungen sind zwei Gruppen: Personen, die in vorübergehend besetzten Gebieten leben oder sich im Ausland aufhalten und die Identifizierung nicht fristgerecht vorgenommen haben. Ebenso betrifft es Bürger aus besetzten Gebieten oder solche, die von dort geflohen sind, aber dem Rentenfonds keinen Nachweis erbracht haben, dass sie keine Rentenzahlungen von der Russischen Föderation erhalten.
Diese Entwicklung unterstreicht, wie existenziell die persönliche Identifizierung für Rentner geworden ist – ihr Fehlen kann den vollständigen Verlust der Einkünfte bedeuten.
Vor dem Hintergrund steigender Rentenausgaben im Staatshaushalt gewinnt die Frage der finanziellen Stabilität des Rentenfonds zunehmend an Dringlichkeit. Dies gilt insbesondere für Menschen in den besetzten Gebieten oder im Ausland. Die Einhaltung der Forderungen des Fonds ist daher für viele ukrainische Rentner überlebenswichtig, um nicht in eine akute finanzielle Notlage zu geraten.
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