Psychosen bei der Generation Z: Eine besorgniserregende Zunahme um 70 Prozent.

Psychosen bei der Generation Z: Eine besorgniserregende Zunahme um 70 Prozent
Psychosen bei der Generation Z: Eine besorgniserregende Zunahme um 70 Prozent

Alarmierende Studie: Psychotische Störungen nehmen bei jungen Menschen massiv zu

Nach Angaben von TSN.ua: Eine kanadische Studie im "Canadian Medical Association Journal" kommt zu einem beunruhigenden Ergebnis: Bei nach dem Jahr 2000 Geborenen werden psychotische Störungen um 70 Prozent häufiger diagnostiziert als bei früheren Generationen. Als Hauptgründe für diesen dramatischen Anstieg nennen die Forschenden den enormen sozialen Druck und den Konsum von Drogen. Diese Entwicklung stellt das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen.

Die konkreten Zahlen zeigen das Ausmaß: Unter Kanadiern, die zwischen 2000 und 2004 geboren wurden, liegt die Diagnoserate für Psychosen um 70 Prozent höher als bei der Kohorte der Jahre 1975 bis 1979. Im Zeitraum von 1997 bis 2023 stieg die jährliche Zahl neuer Diagnosen bei 14- bis 20-Jährigen insgesamt um 60 Prozent. Bereits für die zwischen 1990 und 1994 Geborenen war die Wahrscheinlichkeit, bis zum 30. Lebensjahr eine Psychose zu entwickeln, um ein Drittel höher als für die Vergleichsgruppe der späten 1970er Jahre.

Dramatische Zahlen und ein bakterieller Befund

Besonders drastisch ist der Unterschied bis zum 20. Lebensjahr: In der Altersgruppe der 2000-2004 Geborenen lag die Diagnoserate für psychotische Störungen um 104 Prozent über der der älteren Generation. Grundlage dieser Erkenntnisse ist die Analyse von Daten über 12 Millionen Kanadiern, die zwischen 1960 und 2009 geboren wurden. Bei fast 153.000 von ihnen wurden psychotische Störungen festgestellt. Ein interessanter medizinischer Nebenbefund: Im Blut von Personen mit Psychosen fanden sich erhöhte Werte von Bakterien der Gattung Bartonella – ein Zusammenhang, der weiter erforscht wird.

Wie wurde die Verbreitung von Psychosen in Kanada untersucht? Die Studie nutzte einen breiten Datensatz, der es ermöglichte, klare Trends in der Zunahme psychotischer Störungen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu identifizieren.

Wie werden die Ursachen erforscht und welche Gegenmaßnahmen gibt es? Die Forschung konzentriert sich aktuell stark auf soziale Faktoren, die die psychische Gesundheit junger Menschen beeinträchtigen, sowie auf die Rolle von Drogenkonsum bei der Entstehung psychischer Erkrankungen.

Der starke Anstieg der Psychose-Fälle, insbesondere bei der nach der Jahrtausendwende geborenen Generation, ist ein deutliches Warnsignal für die Gesellschaft. Die Studie unterstreicht die Dringlichkeit, soziale Faktoren wie Gruppendruck und äußere Stressoren, die die psychische Gesundheit verschlechtern, besser zu verstehen. Es ist entscheidend, dass medizinische und soziale Dienste diese Herausforderungen erkennen und Maßnahmen zur besseren Unterstützung junger Menschen ergreifen. Nur so kann langfristig eine Verringerung der Psychose-Raten und eine Verbesserung der allgemeinen psychischen Gesundheit in der Gesellschaft erreicht werden.


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