Polen stellt ab 2026 neue Bedingungen für die 800+-Hilfe an ukrainische Geflüchtete.

Polen stellt ab 2026 neue Bedingungen für die 800+-Hilfe an ukrainische Geflüchtete
Polen stellt ab 2026 neue Bedingungen für die 800+-Hilfe an ukrainische Geflüchtete

Neuregelung für ukrainische Geflüchtete: So geht es mit der 800+-Zahlung ab Februar 2026 weiter

Nach Angaben von TSN.ua: Für rund 150.000 ukrainische Geflüchtete mit UKR-Status in Polen gelten ab dem 1. Februar 2026 neue Regeln für die Sozialleistung "800+". Die Auszahlung wird zum 31. Januar 2026 zunächst gestoppt. Betroffene müssen daher rechtzeitig einen neuen Antrag stellen und ihre Erwerbstätigkeit nachweisen. Diese Änderung betrifft eine der zentralen finanziellen Unterstützungsleistungen für die in Polen lebende ukrainische Gemeinschaft.

Was sich konkret ändert

Ab dem Stichtag 1. Februar 2026 ist die erneute Antragstellung verpflichtend. Entscheidend für die Bewilligung ist der Nachweis einer aktiven Erwerbstätigkeit. Als Nachweis gelten verschiedene Formen der Beschäftigung, darunter:

  • Ein Arbeitsverhältnis mit Vertrag,
  • Eine selbstständige Tätigkeit,
  • Der Bezug einer Sport- oder Doktorandenstipendie,
  • Oder auch der Bezug von Arbeitslosenhilfe.

Diese breite Definition ermöglicht es, viele Beschäftigungsverhältnisse zu berücksichtigen. Für bestimmte Personengruppen gilt zudem die Auflage, dass die Beiträge zur Renten- und Invaliditätsversicherung mindestens 50 Prozent des Mindestlohns entsprechen müssen.

Die Neuregelung betrifft ausschließlich Ausländer, die aufgrund des Krieges in der Ukraine in Polen Schutz gefunden haben. Für andere in Polen lebende Ausländer gelten die bisherigen Regelungen unverändert weiter.

Handlungsbedarf für Betroffene

Um eine Unterbrechung der Zahlungen zu vermeiden, sollten sich alle betroffenen ukrainischen Geflüchteten frühzeitig über die geforderten Dokumente informieren und ihren Antrag fristgerecht einreichen. Die polnische Regierung passt mit dieser Maßnahme ihre Sozialpolitik an die veränderte Lage an. Ziel ist es, die Unterstützung gezielt fortzuführen und gleichzeitig die Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Für viele Familien, die langfristig in Polen bleiben, ist diese finanzielle Hilfe von existenzieller Bedeutung.


Lesen Sie auch

Werbung