Polens pauschale Steuer soll auf 15 % steigen: Welche Ukrainer werden die Auswirkungen spüren.
Polens Steuersystem unter Überprüfung
Nach Angaben von Novyny.live: Das Ministerium für Finanzen Polens schlägt eine bedeutende Änderung der Steuervorschriften vor, die ukrainische Unternehmer hart treffen könnte. Im Rahmen des neuen Plans würde der Pauschalsteuersatz (Ryczałt) von 8,5 % auf 15 % für Einzelunternehmer ohne Angestellte steigen, deren Jahreseinkommen 100.000 PLN übersteigt. Diese Änderung würde in erster Linie Freiberufler, Designer, Berater, IT-Spezialisten und Vermarkter betreffen - viele von ihnen sind ukrainische Staatsangehörige, die in Polen arbeiten. Zum Kontext: Polen hat sich seit Beginn des Krieges zu einem Top-Ziel für ukrainische Unternehmer entwickelt, mit Tausenden, die dort Unternehmen registrieren.
Die vorgeschlagene Reform führt auch neue Steuerklassen für Mieteinnahmen ein. Genauer gesagt:
- Eine pauschale Steuer von 17 % auf Mieteinnahmen zwischen verbundenen Unternehmen;
- Eine pauschale Steuer von 15 % auf Mieten, die 100.000 PLN zwischen verbundenen Unternehmen übersteigen.
Steuersätze für Einzelunternehmer
Ab März 2026 wird Polen 14 öffentliche Feiertage haben. Für Einzelunternehmer (Einzelunternehmer) sieht die aktuelle persönliche Einkommensteuerskala in Polen wie folgt aus:
- Bis 30.000 PLN – 0 %,
- Von 30.000 bis 120.000 PLN – 12 %,
- Über 120.000 PLN – 32 %.
Darüber hinaus gilt eine Solidaritätssteuer von 4 % auf Einkommen über 1 Million PLN. Die vereinfachte Pauschalsteuer (Ryczałt) bietet derzeit Sätze von 3 % für Handelsaktivitäten, 15–17 % für juristische und Beratungsdienste sowie 8,5 % oder 12 % für IT-Profis.
Diese vorgeschlagenen Änderungen könnten einen entscheidenden Schritt in Polens Bemühungen darstellen, Unternehmer zu unterstützen und sich an die sich wandelnden wirtschaftlichen Bedingungen anzupassen. Für ukrainische Geschäftsinhaber könnte die höhere Steuerlast sie jedoch zwingen, ihre Betriebe und Kostenstrukturen zu überdenken.
Die vorgeschlagenen Steueranpassungen könnten die finanzielle Lage ukrainischer Unternehmer in Polen erheblich beeinflussen, insbesondere derjenigen in kreativen und technologischen Branchen. Höhere Pauschalsteuersätze und neue Regeln für Mieteinnahmen könnten Fachkräfte dazu zwingen, ihre Geschäftsmodelle zu überarbeiten, Ausgaben zu senken oder alternative Märkte und Arbeits arrangements zu erkunden, um die erhöhte Steuerlast auszugleichen.
Lesen Sie auch
- Hausbau in der Ukraine: Das kostet der Quadratmeter im Jahr 2026
- Neuer Höchststand für den Dollar: Was bis Ende 2026 auf den Wechselkurs zukommt
- Bis zu 17.000 Euro Geldstrafe: Wer bei Überweisungen auf Bankkarten in die Steuerfalle tappt
- Kaufen statt mieten? In diesen Städten ist der Immobilienkredit günstiger als die Miete
- Handy aufladen bei der PrivatBank: Gebühren und Limits im Überblick
- 3,2 Milliarden Euro von der EU für Kiew: Ein 90-Milliarden-Kredit, der durch russische Vermögen besichert wird

