Schneechaos in der Ukraine: Hauptstadt und wichtige Autobahn lahmgelegt.
Schneesturm legt Kiew am 16. Februar 2023 lahm
Nach Angaben von TSN.ua: Ein massiver Wintereinbruch hat am 16. Februar 2023 die ukrainische Hauptstadt Kiew und die wichtige Fernverkehrsstraße nach Odessa in einen Ausnahmezustand versetzt. Der in der Nacht zum 16. Februar einsetzende heftige Schneefall führte zu einem Verkehrskollaps in der Metropole und gefährlichen Bedingungen auf den Straßen. Solche Wetterextreme stellen die Infrastruktur in der Region zunehmend auf die Probe.
Die Autobahnverbindung Odessa–Kiew war aufgrund der Schneemassen zeitweise komplett unpassierbar, was zu langen Staus auf dieser lebenswichtigen Verkehrsader führte. Auch im Stadtgebiet von Kiew kam es zu zahlreichen Behinderungen und Unfällen. Autofahrer berichteten von extrem gefährlichen Verhältnissen.
„Schaut euch das an: Von der Kontrollstelle bis zur Ausstellungshalle – alles eine einzige Eisfläche. Wird hier etwa kein Streusalz oder Sand mehr gestreut? Warum ist hier nichts gestreut?“ kritisierte ein Fahrer.
Räumaktionen der Stadt Kiew
Um die Folgen des Schneesturms zu bewältigen, setzte das städtische Unternehmen ‚Kiewawtodor‘ 289 Räumfahrzeuge ein. Die kommunalen Dienste arbeiteten die ganze Nacht, um Fahrbahnen und Gehwege freizumachen. Parallel dazu säuberten 216 Arbeiter im Handeinsatz die Zugänge zu Fußgängerüberwegen, Bürgersteige und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. In Parks und Grünanlagen kamen weitere 67 Spezialfahrzeuge zum Einsatz.
Die Situation im Verkehrssektor spitzte sich weiter zu: Die Preise für Taxifahrten in Kiew schnellten auf über 1000 Hrywnja für einfache Strecken in die Höhe. Grund war die enorme Nachfrage angesichts des Chaos auf den Straßen. Rettungskräfte, die unter schwierigsten Bedingungen im Einsatz waren, bestätigten den Ernst der Lage.
„Hier ist die Hölle los. Die Rettungswagen kommen kaum durch,“ kommentierte der Urheber eines Videos.
Die Stadtreinigung arbeitet weiter an der Beseitigung der Schneemassen, doch die Lage bleibt angespannt. Allen Verkehrsteilnehmern wird zu äußerster Vorsicht geraten und, wenn möglich, auf Fahrten zu verzichten. Das anhaltende Winterwetter begünstigt weiterhin die Bildung von Glatteis. Autofahrer müssen sich auf erhebliche Behinderungen einstellen.
Der extreme Schneefall vom 16. Februar 2023 unterstreicht, wie wichtig die ständige Einsatzbereitschaft der städtischen Dienste für Extremwetterlagen ist. Die Blockaden und Staus zeigen deutlich den Bedarf an schnellen Reaktionsmechanismen für die Verkehrssicherheit. Angesichts des Klimawandels könnten derartige Wetterereignisse häufiger werden, was bei der Infrastrukturplanung und im Verkehrsmanagement berücksichtigt werden muss.
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