Putin setzt der russischen Armee eine neue Frist für das Donbass: Ist der Plan des Kremls realistisch?.
Nach Angaben von ТСН: Wladimir Putin hat eine neue Frist für die vollständige Besetzung der Region Donezk bekannt gegeben - bis zum 1. April. Ukrainische Militärexperten halten jedoch diese Pläne des Kremls angesichts der aktuellen Situation an der Front für unrealistisch.
Kommentar des Experten
Der Reserveoberst der ukrainischen Streitkräfte Roman Switan erklärte, dass Russland ohne einen wesentlichen Durchbruch in der ukrainischen Verteidigung diese Aufgabe innerhalb der vorgegebenen Frist nicht bewältigen könne. Er betonte, dass die Verteidigungskräfte der Ukraine strategische Positionen einnehmen und die Agglomeration Sloviansk - Kramatorsk - Druzhkivka zu einem starken befestigten Gebiet mit großen Industriegebieten geworden sei.
„Dies ist ein ernsthafter Befestigungsraum, den man faktisch nicht schnell einnehmen kann“, betonte Switan.
Frist für die Eroberung der Donezk-Region
Der Experte ist der Meinung, dass selbst bei den gegenwärtigen Vorstoßgeschwindigkeiten Russlands mindestens 3–4 Jahre für die vollständige Besetzung der Donezk-Region erforderlich sein werden. Er verglich dies mit der Agglomeration Pokrowsk - Myrnograd, wo die Kämpfe bereits seit mehr als anderthalb Jahren andauern, obwohl dieses Gebiet erheblich kleiner als der Norden der Donezk-Region ist.
Strategische Bedeutung der Region
Switan betonte, dass die Kontrolle über diese Richtung strategische Bedeutung hat.
„Wenn der Feind in den Norden der Donezk-Region vordringt, eröffnet sich der Weg nach Charkiw, Poltawa und Dnipro, die überwiegend flach sind. Dort wird es deutlich schwieriger sein, den Vorstoß aufzuhalten“, erklärte er.
Der Experte wies auch darauf hin, dass die Beibehaltung der Kontrolle über die Donezk-Region eine der zentralen Aufgaben der ukrainischen Verteidigung sei, und dass die Aussagen des Kremls über die schnelle Eroberung der Region seiner Meinung nach mehr ein politisch-propagandistisches Fundament haben.
Wir erinnern daran, dass das Tempo des Fortschreitens der russischen Besatzungstruppen erheblich gesunken ist und derzeit etwa 7 Quadratkilometer pro Tag beträgt. Der Feind ist gezwungen, Reserven aufzubauen, da die ukrainischen Verteidigungskräfte die Besatzer schneller beseitigen, als sie nachwachsen können.
Es wurde auch berichtet, dass die russische Armee im Osten der Region Saporischschja in Richtung Huljajpole die Anzahl der Sturmgruppen um das Zwei- bis Dreifache erhöht hat.
Die Situation an der Front bleibt angespannt, und Experten glauben, dass die Aktivität beider Seiten in den kommenden Monaten zunehmen könnte. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die ukrainische Armee ihre Positionen weiter hält und aktiv auf Bedrohungen reagiert. Die Existenz befestigter Gebiete wie Sloviansk - Kramatorsk - Druzhkivka stärkt das Vertrauen in die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine.
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