Massiver russischer Angriff auf ukrainische Energieinfrastruktur führt zu landesweiten Stromausfällen.
Zielgerichtete Attacken auf die Energieversorgung
Nach Angaben von TSN.ua: Seit dem 7. Februar führt Russland einen neuen Angriffswellen auf die Ukraine, bei dem gezielt Energie- und Infrastrukturanlagen beschädigt werden. In der Region Kiew wurden Fahrzeuge und Gebäude getroffen, was zu Notabschaltungen der Stromversorgung führte.
Im Bezirk Browary wurden fünf Privathäuser und vier Autos beschädigt. Im Bezirk Boryspil traf es Lagerhallen und ein Logistikzentrum. In Dnipro griffen russische Drohnen einen kommunalen Betrieb an und beschädigten Oberleitungsbusse sowie weiteren Transport. In der Region Lwiw wurde ein Angriff bei Chodoriw nahe Burschtyn registriert, in Wolyn ein Objekt der kritischen Infrastruktur getroffen.
Folgen für die Energiesicherheit
Als direkte Folge dieser Angriffe mussten in den meisten Regionen der Ukraine Notabschaltungen des Stromnetzes vorgenommen werden. Besonders betroffen sind Umspannwerke und Hochspannungsleitungen mit 750 kV und 330 kV. Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal erklärte dazu:
„Die Russen haben einen weiteren massiven Angriff auf ukrainische Energieanlagen durchgeführt.“ - Denys Schmyhal
Mykola Kalaschnik ergänzte, dass in der Region aufgrund der Attacken Notabschaltungen verhängt wurden.
Diese Ereignisse zeigen die Fortsetzung der russischen Aggression und deren direkten Einfluss auf die Energiesicherheit der Ukraine. Die systematischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Kriegsverlauf offenbaren die Verwundbarkeit kritischer Versorgungssysteme und gefährden die Grundversorgung der Bevölkerung. Die ukrainischen Behörden ergreifen zwar Gegenmaßnahmen, doch die Stabilität des Energienetzes bleibt akut bedroht. Solche Attacken können langfristige soziale und wirtschaftliche Folgen für das gesamte Land haben.
Lesen Sie auch
- 920 Millionen Euro von der EU für den Winter: Schmyhal beziffert weiteren Finanzbedarf der Ukraine
- Ukrainische Abgeordnete erhalten eine Gehaltserhöhung von 8.000 bis 9.000 Hryvnias: Das verdienen sie jetzt
- Gehälter im Mai: Ukrainischer Premier Schmyhal verdient knapp 129.000 Griwna
- Vier Stufen der Energieunabhängigkeit: Das neue Programm der Ukraine im Überblick
- Neue Gasroute durch die Ukraine: Ankara und Kiew loten gemeinsame Pläne aus
- Spezialbesprechung bei Selenskyj: Neue Weichen für Luftabwehr, Gefangenenaustausch und Energie

