Nach der Wahl droht Russland eine neue Mobilmachung: Wer betroffen sein könnte.
Der Stand der Mobilisierung in Russland
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Frage der Mobilisierung in Russland bleibt ein heißes Thema, besonders mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen zur Staatsduma vom 18. bis 20. September. Der Kreml zögert derzeit, eine erneute Einberufung auszurufen, da man die Wiederholung der Ereignisse von 2022 fürchtet, als 300.000 Reservisten eingezogen wurden. Auffällig ist, dass die Zahl der Neurekrutierungen in Russland seit Jahresbeginn um 20 Prozent gesunken ist – ein Zeichen dafür, dass immer weniger Freiwillige in die Armee eintreten.
Was Experten erwarten
Fachleute wie Wadym Denyssenko rechnen mit einer großangelegten Mobilisierung im Oktober. Denyssenko erklärte:
„Putin bereitet eine große Mobilisierung genau für Oktober vor.“Dies könnte zu einem wichtigen Stimmungstest für den Kreml werden. Jewgeni Feigin meint dazu,
„der beste Lackmustest für den Kreml“sei die Reaktion der Bevölkerung auf einen solchen Schritt. Die gesellschaftliche Stimmung wird also maßgeblich darüber entscheiden, wie der Kreml weiter vorgeht.
Die Entwicklung um die Mobilisierung in Russland schreitet vor dem Hintergrund steigender militärischer Verluste an der Front voran, was sowohl die Bevölkerung als auch Analysten zunehmend beunruhigt. Die Dumawahlen könnten dabei zum entscheidenden Faktor für die künftige Strategie des Kremls in Sachen Wehrpflicht und Kriegsführung werden.
Betrachtet man die Gesamtlage, wird deutlich, dass das Vorgehen des Kremls bei der Mobilisierung ein direktes Abbild der inneren politischen Instabilität und des wachsenden Drucks aus der Gesellschaft ist. Die Reaktion der Menschen auf eine mögliche neue Einberufungswelle könnte die Ergebnisse der Dumawahlen massiv beeinflussen – und damit auch die weitere militärische und innenpolitische Ausrichtung Russlands. Aufgrund der Frontlage und der zunehmenden Verluste ist der Kreml möglicherweise gezwungen, neue Wege zu finden, um seine Kriegsmaschinerie am Laufen zu halten.
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