Kreml plant Angriffe auf Stromversorgung von AKW: Droht der Ukraine ein nuklearer GAU?.
Gezielte Attacken auf die Energieversorgung ukrainischer Atomkraftwerke
Nach Angaben von TSN.ua: Russland bereitet nach Erkenntnissen Angriffe auf Umspannwerke vor, die für den Betrieb ukrainischer Atomkraftwerke entscheidend sind. Diese Pläne lassen die Sorge vor einem möglichen Strahlenunfall aufkeimen. Der Direktor des Zentrums für Energieforschung, Oleksandr Kharchenko, stellt jedoch klar: Die Sicherheitsprotokolle in den ukrainischen AKW seien robust, und Befürchtungen über ein 'zweites Tschernobyl' seien unbegründet. Die Anlagen sind auf solche Krisenszenarien vorbereitet.
Die Attacken auf die Umspannwerke könnten zu erheblichen technischen Störungen führen, da der Gegner etwa 9 bis 10 Infrastrukturobjekte des Unternehmens 'Ukrenergo' ins Visier nimmt. Die Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit könnte mehrere Tage in Anspruch nehmen. Zu den möglichen Konsequenzen zählen:
- Beschädigungen sekundärer Komponenten wie Leistungsschalter und Relaisschutzsysteme;
- die Notwendigkeit, die Stromabgabeleistung der Atomkraftwerke zu drosseln;
- vorübergehende Einschränkungen in der Stromversorgung für die Bevölkerung.
Oleksandr Kharchenko verweist darauf, dass selbst beim Stromausfall im AKW Tschernobyl die Notstromversorgung nach wenigen Stunden einsetzte.
„Meiner Einschätzung nach gibt es keinen Grund, zu schreien, dass wir alle sterben werden“, betont er und versichert, dass die Risiken durch mögliche Angriffe kontrollierbar seien.
„Nein“, lautet Kharchenkos knappe Antwort auf die Frage nach der Gefahr eines Strahlenunfalls.
Robuste Sicherheitssysteme in den Atomkraftwerken
Trotz der Drohungen aus Russland sind Experten daher überzeugt, dass die Sicherheitssysteme der ukrainischen Atomkraftwerke auch unter den Bedingungen des Krieges belastbar sind. Die internationale Atomaufsicht beobachtet die Lage genau.
Die aktuelle Situation verdeutlicht, wie kritisch die Stabilität der Energieinfrastruktur in Kriegszeiten ist. Fachleute unterstreichen die dringende Notwendigkeit, den Schutz solcher Schlüsselobjekte zu verstärken, da deren Beeinträchtigung schwerwiegende Folgen für die Ukraine und die Nachbarstaaten haben könnte. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Kampfhandlungen bleibt eine kontinuierliche Überwachung der Lage und ein internationaler Dialog zur nuklearen Sicherheit in der Region unerlässlich.
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