Waffenlieferungen aus Nordkorea an Russland brechen ein: Rätsel um Hafen Rasŏn.
Waffenlieferungen aus Nordkorea an Russland brechen ein: Rätsel um Hafen Rasŏn
Nach Angaben von TSN.ua: Im Januar 2026 kam es im nordkoreanischen Hafen Rasŏn zu einem auffälligen Rückgang verdächtiger Waffentransporte. In diesem Monat lief nur ein einziges russisches Schiff den Hafen an – ein starker Kontrast zu den vorangegangenen Monaten. Von Oktober bis Dezember 2025 hatten russische Schiffe Rasŏn mindestens dreimal monatlich angelaufen. Der erste bekannte Besuch eines verdächtigen Frachters datiert auf den 21. Dezember 2025; am 14. Januar 2026 legte dann ein Schiff an einem Kai an, der mit dem Export nordkoreanischer Rüstungsgüter in Verbindung steht.
Mögliche Gründe für den Rückgang
Experten vermuten, dass das Nachlassen der Transporte mit extremen Wetterbedingungen und innenpolitischen Manövern in Nordkorea zusammenhängen könnte. Ende Januar 2026 war der russische Hafen Wostotschny großflächig zugefroren, und die Region erlebte die schwersten Schneefälle seit zwei Jahrzehnten. Dies behinderte die Logistik erheblich.
Die militärische Kooperation zwischen Pjöngjang und Moskau bleibt dennoch von zentraler Bedeutung. Seit 2023 hat Nordkorea schätzungsweise 6,5 bis über 8 Millionen Artilleriegeschosse für den Krieg gegen die Ukraine geliefert. In diesem Zusammenhang forderte Kim Jong Un nordkoreanische Soldaten sogar auf, sich im Kampf in der Ukraine „heldenhaft“ zu opfern. Trotz des aktuellen Einbruchs in Rasŏn ist die Partnerschaft intakt.
Die Fortsetzung dieser umstrittenen Zusammenarbeit wird voraussichtlich auf dem Neunten Parteitag der Koreasischen Arbeiterpartei im Februar 2026 erörtert. Zudem unterstützt Russland Nordkorea nachweislich beim Bau eines atomgetriebenen U-Bootes – ein weiteres Zeichen für die strategische Tiefe der Allianz. Diese Kooperation stellt eine erhebliche Herausforderung für die internationale Sicherheitsarchitektur dar.
Der Aktivitätsrückgang in Rasŏn deutet wahrscheinlich auf vorübergehende logistische Engpässe hin, die durch das Wetter verursacht wurden. Das militärische Bündnis zwischen den beiden isolierten Staaten wird aller Voraussicht nach fortbestehen. Der anstehende Parteitag im Februar 2026 könnte somit richtungsweisend für das weitere Vorgehen dieser Partnerschaft werden, insbesondere mit Blick auf den Ukraine-Krieg und die globale Stabilität.
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