Angriff auf Kiew: Tote und Schäden an Kloster und Filmstudio.

Angriff auf Kiew: Tote und Schäden an Kloster und Filmstudio
Angriff auf Kiew: Tote und Schäden an Kloster und Filmstudio

Massiver russischer Angriff auf Kiew am 15. Juni 2023

Nach Angaben von UATV: Bei einem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt am 15. Juni 2023 kamen fünf Menschen ums Leben, 35 Zivilisten wurden verletzt. Die Angriffe zielten auf das Höhlenkloster Kiew-Petschersk (Kiewer Höhlenkloster) und das nationale Filmstudio Oleksandr Dowschenko. In dem Filmstudio wurde ein Großteil der Kostümsammlung zerstört. Auch die Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Klosters wurde schwer beschädigt – ihr Dach brannte fast vollständig aus. Der Angriff traf sämtliche Stadtbezirke Kiews, was die enorme Reichweite des Beschusses verdeutlicht.

Allein im Filmstudio wurden rund 100.000 Kostüme vernichtet. Seit Beginn des groß angelegten Krieges wurden in der Ukraine nachweislich mindestens 700 religiöse Gebäude sowie 135 Museen und Galerien durch Raketen- und Drohnenangriffe beschädigt oder zerstört. Die Attacke auf das Höhlenkloster und das Filmstudio reiht sich damit in eine lange Liste von Angriffen auf das kulturelle Erbe des Landes ein.

„Ein starkes Feuer brach aus und erfasste alle oberen Etagen und das Gewölbe der Kirche“, erklärte Maksym Ostapenko zu den Folgen des Brandes in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale.

Zudem betonte Andrij Sybiha, dass „die Russen dem Kiewer Höhlenkloster schweren Schaden zugefügt und das historische Filmstudio Oleksandr Dowschenko bombardiert haben“.

Ukraine schaltet UNESCO ein

Als Reaktion auf diese Ereignisse leitete die Ukraine Verfahren bei der UNESCO ein, um die Angriffe auf Kulturgüter zu dokumentieren. Dies unterstreicht das Ausmaß der Zerstörung wichtiger historischer und kultureller Stätten. Der Angriff auf das Höhlenkloster und das Filmstudio ist ein weiteres Beispiel für die verheerenden Folgen des Krieges für das ukrainische Kulturerbe.

Die Beschädigung religiöser und kultureller Einrichtungen gefährdet den Erhalt der nationalen Identität und Geschichte. Mit der Initiative, die UNESCO einzubeziehen, hofft die Ukraine, die internationale Aufmerksamkeit auf die Situation zu lenken und Unterstützung für den Schutz ihres kulturellen Erbes zu erhalten.


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