Die Ukraine lehnt einen bedingungslosen Waffenstillstand ab: Wichtige Aussagen von Macron und Selenskyj in Paris.


Frankreich wird der Ukraine ein neues Militärhilfspaket im Wert von 2 Milliarden Euro übergeben.
Diese Erklärung machte der französische Präsident Emmanuel Macron während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wolodymyr Selenskyj am 26. März in Paris.
Nach Angaben von Macron wird das neue Paket Raketen für Mirage-Flugzeuge, Panzerabwehrraketen MILAN, Luftverteidigungssysteme, MICA-Raketen, Bodenabwehrraketen Mistral, gepanzerte Fahrzeuge AMX-10RC sowie Munition, einschließlich ferngesteuerter, enthalten. Darüber hinaus sind Investitionen in die Produktion von Technik in der Ukraine in Zusammenarbeit mit europäischen Verteidigungsunternehmen vorgesehen.
'Wir stehen an einem entscheidenden Punkt zum Ende des aggressiven Krieges Russlands. Wir werden die Ukraine nicht allein lassen. Wir unterstützen diesen Waffenstillstand auf See und in der Luft. Und wir sehen, dass Russland dem nicht zustimmt und durch seine Taten bestätigt, dass es den Krieg fortsetzt', betonte der französische Präsident.
Wolodymyr Selenskyj hob hervor, dass die von Frankreich bereitgestellten Mirage-2000-Flugzeuge bereits im ukrainischen Luftverteidigungsschutz eingesetzt werden und helfen, sich insbesondere gegen 'Schahids' und andere Drohnenangriffe zu verteidigen.
'Wir haben mit dem französischen Präsidenten besprochen, dass wir die Anzahl der 'Mirages' erhöhen werden', bemerkte der ukrainische Führer.
Besonderes Augenmerk legten die Präsidenten auf die Frage des Waffenstillstands im Schwarzen Meer. Laut Selenskyj versucht Moskau, zusätzliche Bedingungen in die Vereinbarung aufzunehmen, die keine Vorbedingungen vorsieht.
'Technische Fragen bleiben, hauptsächlich Monitoring. Moskau versucht, zusätzliche Bedingungen in die Vereinbarung einzufügen, die keine Vorbedingungen enthält. Wir hoffen, dass die amerikanische Seite die bedingungslose Natur des Schweigens auf See gewährleisten wird', erklärte der Präsident der Ukraine.
Selenskyj berichtete auch, dass morgen die Frage des Kontingents für die Überwachung eines möglichen Waffenstillstands erörtert werden sollte. 'Unsere Generalstäbe haben über die Zusammensetzung des Kontingents gesprochen, in welchem Format, welche Zusammensetzung usw. Was sie tun können und was nicht. Morgen wird es eine große Vertretung vieler Länder geben. Ich denke, die wichtigste Frage wird sein, wer bereit ist, dies zu unterstützen', bemerkte er.
Macron unterstützte auch das Konzept 'Frieden durch Stärke', das vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump vorgeschlagen wurde, betonte jedoch, dass dies nicht bedeutet, dass die Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden. 'Wenn Russland morgen sagt, dass sie vollständig zu den anerkannten internationalen Grenzen der Ukraine zurückkehren, werden die Sanktionen aufgehoben', betonte der französische Präsident.
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