Keine Zeitvorgaben mehr: Moskaus neuer Fokus im Ukraine-Krieg.

Keine Zeitvorgaben mehr: Moskaus neuer Fokus im Ukraine-Krieg
Keine Zeitvorgaben mehr: Moskaus neuer Fokus im Ukraine-Krieg

Moskaus Kriegsziele unter der Lupe

Nach Angaben von UATV: Eine Untersuchung der militärischen Absichten Russlands im Ukraine-Krieg zeigt, dass die Führung in Moskau die vollständige Einnahme der Region Donezk als strategisches Ziel ausgibt. Entscheidend ist, dass der Kreml für die Erreichung dieser Kriegsziele keine Fristen setzt. Das Fehlen konkreter Termine für die Umsetzung dieses Vorhabens bestätigt der Experte Dmytro Snjahirjow. Er stellt fest:

“Halten wir fest: Sie setzen keine Fristen mehr. Es gibt eine Aussage von Putin selbst und der russischen Militärführung, dass es ein strategisches Ziel gibt – die Einnahme des gesamten Gebiets Donezk. Aber dieses Ziel ist an keine bestimmten Daten gebunden.” - Dmytro Snjahirjow

Politischer Rahmen und Auswirkungen

Im September 2023 stehen in Russland Wahlen an, darunter die Wahl zur Staatsduma, die Wahl der Regionalgouverneure und der Regionalparlamente. Dieser politische Kontext könnte die Entscheidungen des Kremls bezüglich der Militäraktionen in der Ukraine beeinflussen. Trotz der bereits erfolgten Mobilmachung in Russland kommt das Institute for the Study of War (ISW) zu dem Schluss, dass selbst eine Zwangsmobilisierung die Lage an der Front nicht verbessern wird.

Aktuell bleibt das Gebiet um Mala Tokmatschka, das bereits fünfmal von den Russen eingenommen worden sein soll, unter der Kontrolle der ukrainischen Verteidigungskräfte. Experte Dmytro Snjahirjow betont zudem: „Entweder die Russische Föderation geht zum Terror gegen die Zivilbevölkerung über. Aber auf jede Aktion gibt es eine Gegenaktion.“ Dies zeigt, dass die ukrainische Seite auf die Aktionen des Gegners reagiert, um die Zivilbevölkerung zu schützen und die Aggression zu stoppen.

Darüber hinaus handeln die ukrainische Staatsführung und die Verteidigungskräfte der Ukraine ausschließlich nach den Grundsätzen des humanitären Völkerrechts und greifen nur legitime militärische Ziele an. „Wir haben diese Reaktion der ukrainischen Seite verdeutlicht. Aber im Gegensatz zu den russischen Terroristen schlagen der ukrainische Staat und die Verteidigungskräfte der Ukraine ausschließlich auf legitime militärische Ziele auf dem Territorium der Russischen Föderation, um die Besatzer zu zwingen, den Krieg in der Ukraine zu beenden“, so Snjahirjow. Dieser Ansatz unterstreicht den grundlegenden Unterschied in der Taktik beider Konfliktparteien.

Angesichts der strategischen Ziele Russlands wird deutlich, dass der Krieg in der Ukraine kein klares Enddatum hat, was zu einer weiteren Eskalation des Konflikts führen könnte. Die politische Lage in Russland, insbesondere die bevorstehenden Wahlen, mag die militärischen Entscheidungen des Kremls beeinflussen, doch positive Veränderungen an der Front sind bisher nicht erkennbar. Die ukrainischen Streitkräfte verteidigen weiterhin ihr Territorium unter Einhaltung des humanitären Völkerrechts, was den Kontrast zwischen den Taktiken der beiden Konfliktparteien unterstreicht.


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