Russland gibt erstmals eigene Verluste auf Kreuzer 'Moskwa' zu.
Erstmals offizielle Zahlen zu Toten und Verwundeten
Nach Angaben von Novyny.live: Nach mehr als zwei Jahren hat die russische Führung erstmals öffentlich Verluste für den Untergang ihres Flaggschiffs 'Moskwa' benannt. Ein Militärgericht in Moskau bestätigte nun, dass bei der Havarie im April 2022 insgesamt 20 Besatzungsmitglieder starben und 24 weitere verletzt wurden. Acht Personen gelten weiterhin als vermisst. Diese späte Bekanntgabe markiert eine außergewöhnliche Offenlegung für ein Land, das militärische Verluste oft verschleiert.
Versenkung des Flaggschiffs und juristische Folgen
Der schwere Kreuzer war nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums durch einen Raketentreffer in Brand geraten; bei der Explosion der Munition an Bord wurde er schwer beschädigt. Während des Abschleppversuchs sank das Schiff schließlich. Die ukrainische Seite hatte bereits früh den Einsatz ihrer 'Neptun'-Raketen für den Angriff verantwortlich gemacht. In einem Fernurteil verhängte ein russisches Gericht daraufhin lebenslange Haft gegen den Kommandeur der verantwortlichen ukrainischen Artilleriebrigade, Andrij Schubin.
Die Versenkung der 'Moskwa' gilt als eine der folgenschwersten Einzelverluste für die russische Marine seit Jahrzehnten. Die nun offiziell bestätigten Opferzahlen unterstreichen die Heftigkeit des Angriffs und dürften die Diskussion über die tatsächlichen menschlichen Kosten des Krieges neu befeuern. Solche Einblicke in die Verlustbilanz sind selten und beeinflussen die Wahrnehmung des Konflikts im In- und Ausland.
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