ISW-Analyse: Russlands Offensive verliert an Schwung – Wetter und gescheiterte Jahresziele bremsen Moskau.

ISW-Analyse: Russlands Offensive verliert an Schwung – Wetter und gescheiterte Jahresziele bremsen Moskau
ISW-Analyse: Russlands Offensive verliert an Schwung – Wetter und gescheiterte Jahresziele bremsen Moskau

Russlands militärische Offensive in der Ukraine

Nach Angaben von TSN.ua: Das russische Vordringen in der Ukraine hat sich Ende Dezember 2025 und Anfang Januar 2026 aufgrund widriger Wetterbedingungen deutlich verlangsamt. Analysten des Institute for the Study of War (ISW) verzeichnen Veränderungen bei der Präsenz russischer Truppen, was auf ein Scheitern der strategischen Kreml-Ziele für das Jahr 2025 hindeutet. Dies unterstreicht, dass der Kriegsverlauf auch von Faktoren abhängt, die selbst eine überlegene Feuerkraft nicht ausgleichen kann.

Dynamik der Geländegewinne

Zunächst hatte die russische Armee im Dezember 2025 ihre Kontrolle über ukrainisches Territorium noch ausgebaut. In der Zeit vom 1. bis zum 17. Dezember konnte sie ihre gehaltene Fläche um 276,44 Quadratkilometer vergrößern. Bis zum 31. Dezember kamen weitere 89,05 Quadratkilometer hinzu. Doch in der Phase vom 31. Dezember 2025 bis zum 13. Januar 2026 ging die Aktivität spürbar zurück; die hinzugewonnene Fläche belief sich nur noch auf 73,82 Quadratkilometer.

Das Sieben-Tage-Durchschnittstempo des russischen Vormarsches erreichte seinen Höhepunkt am 1. und 2. Dezember 2025, bevor es zu einem deutlichen Absinken kam. Moskaus ursprünglicher Plan sah vor, die Oblaste Donezk und Luhansk bis zum 1. September 2025 vollständig einzunehmen – ein Ziel, das bis heute nicht erreicht wurde. Diese Entwicklungen zeigen die anhaltenden Schwierigkeiten, mit denen die russischen Streitkräfte bei der Umsetzung ihrer strategischen Vorgaben konfrontiert sind.

Die Lage an der Front macht deutlich: Trotz anfänglicher Geländegewinne sehen sich die russischen Kräfte erheblichen Herausforderungen gegenüber, die ihre Offensive behindern. Die Verschlechterung der Witterung sowie die nicht erfüllten strategischen Pläne deuten auf mögliche systemische Probleme in der Führung und der Ressourcenversorgung hin. Dies könnte weitreichende Folgen für den weiteren Verlauf des Konflikts in der Region haben.


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