Der russische Astronaut wurde wegen Verstoßes gegen ITAR von dem SpaceX-Flug entfernt: Einzelheiten des Skandals.
Nach Angaben von Korrespondent.net: Oleg Artemyev, der russische Astronaut, wurde einige Monate vor dem geplanten Flug zur ISS aus der Hauptbesatzung der Crew-12-Mission ausgeschlossen. Sein Platz wird von Andrei Fedyaev eingenommen.
Gründe für die Abberufung
Der Raketenstartspezialist Georgy Trishkin wies darauf hin, dass diese Abberufung mit einer schwerwiegenden Verletzung der amerikanischen Normen für den internationalen Waffenhandel (ITAR) zusammenhängt. Artemyev soll während der Vorbereitung an der Basis des Unternehmens in Gotorni Motoren und interne Dokumentationen von SpaceX fotografiert und diese Materialien dann auf seinem Telefon von dem speziellen Objekt abtransportiert haben.
Untersuchung
In einem Gespräch mit The Insider berichtete Trishkin, dass in Bezug auf diesen Vorfall eine interministerielle Untersuchung eingeleitet wurde:
'Meine Kontakte bestätigen, dass es einen Verstoß gab, und eine interministerielle Überprüfung wurde eingeleitet. Die Streichung vom Flug ohne klare Erklärungen zweieinhalb Monate vor dem Start ist eher ein indirektes, aber ziemlich deutliches Signal. Es ist schwer vorstellbar, dass ein erfahrener Astronaut versehentlich so einen groben Verstoß begangen haben könnte.'
Trishkin stellte auch fest, dass NASA versucht, eine öffentliche Bekanntmachung dieses Skandals zu vermeiden. Die russische Seite erklärte den Ersatz jedoch offiziell lediglich mit 'Artemyevs Übergang zu einer anderen Arbeit'.
Situation mit SpaceX und NASA
Derzeit gibt es keine offiziellen Kommentare von NASA oder SpaceX zu den Details des möglichen ITAR-Verstoßes.
Es ist erwähnenswert, dass in der Vergangenheit berichtet wurde, dass SpaceX die Marke von 10.000 Starlink-Satelliten überschritten hat. Dieser Erfolg weist auf die rasante Entwicklung des Unternehmens hin, doch der Vorfall mit Artemyev könnte sich auf die künftige Zusammenarbeit zwischen Russland und amerikanischen Raumfahrtbehörden auswirken. Die Zeit wird zeigen, wie sich diese Ereignisse auf internationale Weltraummissionen und die Beziehungen in der Branche auswirken werden.
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