Ukrainischer ESC-Vorentscheid: Ruslanas Aufruf für LELÉKA sorgt für Debatten.

Ukrainischer ESC-Vorentscheid: Ruslanas Aufruf für LELÉKA sorgt für Debatten
Ukrainischer ESC-Vorentscheid: Ruslanas Aufruf für LELÉKA sorgt für Debatten

LELÉKA gewinnt den Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2026

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2026 ist entschieden: Die Sängerin LELÉKA setzte sich durch. Die Bekanntgabe des Ergebnisses war jedoch von Kontroversen überschattet. Grund war ein Kommentar der Jurorin Ruslana, die das Publikum öffentlich aufforderte, für die Künstlerin zu stimmen. Die ESC-Gewinnerin von 2004 äußerte ihre Unterstützung mit den Worten:

„Wir können eine Botschaft senden, einen Impuls geben, dass die Ukraine abhebt. Sie hebt bereits ab. Wir haben ein Naturtalent und ich rufe Sie dazu auf, die Sängerin LELÉKA zum Eurovision Song Contest nach Wien zu schicken“
- so Ruslana.

Gemischte Reaktionen auf Ruslanas Äußerung

Der Appell stieß in den sozialen Netzwerken auf ein geteiltes Echo. Einige Nutzer warfen Ruslana vor, mit ihren Worten direkt Wahlwerbung betrieben und so das Ergebnis beeinflusst zu haben. Es ist nicht das erste Mal, dass die Sängerin in eine solche Diskussion gerät: Bereits 2016 hatte sie öffentlich zur Unterstützung von Jamala aufgerufen, was damals ebenfalls für Gesprächsstoff unter den ESC-Fans sorgte.

Im Finale des nationalen Vorentscheids ist es üblich, dass die Jury-Mitglieder ihre Eindrücke von den Auftritten teilen – sowohl mit positiven als auch mit kritischen Anmerkungen. Ruslanas durchweg positive Bewertung von LELÉKAs Performance bildete die Grundlage für ihren anschließenden Wahlempfehlung. Der öffentlich-rechtliche Sender „Suspilne“ stellte in einer Stellungnahme klar, dass solche Kommentare zwar zum Format des Wettbewerbs gehörten, jedoch regelmäßig für Unmut beim Publikum sorgen könnten.

Die Vorgänge beim Vorentscheid 2026 haben somit erneut eine grundsätzliche Frage in den Fokus gerückt: die nach der ethischen Vertretbarkeit von Wahlempfehlungen in Musikwettbewerben, selbst wenn sie von prominenten Jurymitgliedern kommen. Solche Aufrufe können die öffentliche Meinung lenken und werden kontrovers diskutiert. Die Debatte dürfte weitere Gespräche über die Regeln und Standards bei vergleichbaren Veranstaltungen anstoßen.


Lesen Sie auch

Werbung