Ryanair streicht alle Azoren-Flüge: Französische Gebühren treffen 400.000 Passagiere.
Ryanair setzt Flüge zu den Azoren aus
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem 29. März 2026 stellt Ryanair sämtliche Verbindungen zu und von den Azoren ein. Betroffen sind jährlich rund 400.000 Reisende. Auslöser ist eine drastische Erhöhung der Luftverkehrsabgaben in Frankreich – konkret ein Anstieg um 120 Prozent sowie die Einführung einer neuen Tourismussteuer.
Das Unternehmen kritisiert scharf die französische Flughafenmonopolistin ANA. Ein Sprecher zeigte sich enttäuscht über die Maßnahmen, die nun direkte Auswirkungen auf portugiesische Inseln haben. Zum Vergleich: Die Azoren sind ein beliebtes Reiseziel, das stark auf den Tourismus angewiesen ist.
„Wir sind frustriert, dass die französische Flughafenmonopolistin ANA die portugiesischen Flughafengebühren weiter anhebt, um ihre eigenen Taschen zu füllen – auf Kosten des portugiesischen Tourismus und der Arbeitsplätze, insbesondere auf den portugiesischen Inseln.“
Jason McGuinness
Touristenstrom gefährdet
Die Einstellung der Azoren-Flüge verdeutlicht, wie neue finanzielle Auflagen den Reiseverkehr in eine ganze Region beeinträchtigen können. Urlauber, die bereits Reisen geplant hatten, stehen nun vor der Herausforderung, alternative Routen zu finden.
Dieser Schritt unterstreicht die Bedeutung einer durchdachten Gebührenpolitik im Luftverkehr, vor allem für wirtschaftlich fragile Gebiete, die vom Tourismus leben. Der Wegfall der Ryanair-Verbindungen könnte die Besucherzahlen auf den Azoren spürbar sinken lassen – mit direkten Folgen für die lokale Wirtschaft und den Arbeitsmarkt.
Die Debatte über Luftverkehrsabgaben und staatliche Regulierung wird daher in Zukunft wohl weiter an Brisanz gewinnen.
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