Sybiha bezeichnet Entzug des Ordens des Weißen Adlers für Selenskyj als strategischen Fehler.

Sybiha bezeichnet Entzug des Ordens des Weißen Adlers für Selenskyj als strategischen Fehler
Sybiha bezeichnet Entzug des Ordens des Weißen Adlers für Selenskyj als strategischen Fehler

Kritik an Polens Entscheidung zum Orden des Weißen Adlers

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat die Entscheidung Polens, Präsident Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers zu entziehen, scharf kritisiert und als strategischen Fehler bezeichnet. Sybiha betonte, dass ein solcher Schritt die Beziehungen zwischen der Ukraine und Polen erheblich belasten könnte, da er nicht nur impulsiv wirke, sondern auch eine Missachtung des ukrainischen Staates insgesamt darstelle. Die Entscheidung sei am 19. Juni gefallen, ausgelöst durch verschärfte Auseinandersetzungen um die Bezeichnung einer Einheit der ukrainischen Streitkräfte. Bereits Anfang Juni hatte es in Polen Initiativen gegeben, Selenskyj die Auszeichnung zu entziehen, die schließlich zu diesem Beschluss führten.

Rückgabe einer eigenen Auszeichnung

Andrij Sybiha kündigte zudem an, seine eigene polnische Ehrung – das Komturkreuz mit Stern des Ordens für Verdienste um Polen, das ihm im Oktober 2022 verliehen worden war – zurückzugeben. In seiner Erklärung betonte er:

„Angesichts solch unüberlegter Handlungen sehe ich keine Möglichkeit, die mir im Oktober 2022 verliehene hohe staatliche Auszeichnung der Republik Polen – das Komturkreuz mit Stern des Ordens für Verdienste um Polen – zu behalten. Ich werde es Polen bald zurückgeben.“ – Andrij Sybiha

Sybiha bedauerte die emotionale Zuspitzung, die zu diesen Entscheidungen geführt habe, und wies darauf hin, dass sie nicht nur das Vertrauen zwischen den Staaten untergrabe, sondern auch das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Polen gefährde. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund der ukrainisch-polnischen Beziehungen bedeutsam, die von historischen Verbindungen geprägt sind, aber in letzter Zeit durch politische und kulturelle Differenzen auf die Probe gestellt werden. Der Verlust hoher Auszeichnungen könnte für beide Länder ein Signal sein, den Dialog und Kompromisse zu suchen, um eine weitere Eskalation zu vermeiden und die strategische Partnerschaft angesichts aktueller Herausforderungen zu bewahren.


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