Tollwut breitet sich in der Ukraine aus – Krieg erhöht Infektionsgefahr.

Tollwut breitet sich in der Ukraine aus – Krieg erhöht Infektionsgefahr
Tollwut breitet sich in der Ukraine aus – Krieg erhöht Infektionsgefahr

Kriegsbedingte Gefahr: Warum die Tollwut in der Ukraine zunimmt

Nach Angaben von TSN.ua: Der Krieg in der Ukraine hat indirekte Folgen für die öffentliche Gesundheit: Die Zahl der Tollwutfälle steigt, weil Wildtiere nicht mehr wie früher geimpft werden können. Vor dem Krieg wurde die Seuche durch den Abwurf von Impfködern aus der Luft und das gezielte Erlegen von Überträgern wie Füchsen kontrolliert. Beide Maßnahmen sind unter den aktuellen Bedingungen kaum noch durchführbar, was die Lage verschärft.

Studien zeigen, dass 30-40% oder mehr der Wildtiere mit dem Tollwutvirus infiziert sind. Die Krankheit wird durch Bisse oder den Kontakt von Tier-Speichel mit Wunden auf den Menschen übertragen. Ein typisches Warnzeichen ist ein verändertes, oft aggressives Verhalten der Tiere. Der Experte Fedir Lapii weist darauf hin, dass Füchse vermehrt in Siedlungen eindringen und dort Haus- und Nutztiere anstecken, was das Risiko für den Menschen weiter erhöht.

Impfung ist überlebenswichtig

Eine Behandlung nach einem Tierbiss ist unverzichtbar – unabhängig davon, ob das Tier als tollwütig identifiziert wurde. Selbst der Kontakt von Speichel mit den Augen kann eine Infektion auslösen. Fedir Lapii betont: Nach einem Biss muss sofort mit der Postexpositionsprophylaxe begonnen werden, denn eine ausgebrochene Tollwut verläuft immer tödlich. Zwar gibt es in der Ukraine ausreichend Impfstoffe und Immunglobuline für Menschen, doch ihre Wirksamkeit hängt langfristig von der Eindämmung des Virus im Wildtierbestand ab, die derzeit gefährdet ist.

Die Zunahme der Tollwutfälle unterstreicht die Dringlichkeit neuer Bekämpfungsstrategien. Angesichts der blockierten traditionellen Methoden sind alternative Lösungen gefragt. Die Bevölkerung muss über die Risiken aufgeklärt und zu umsichtigem Verhalten angehalten werden, um Infektionen zu vermeiden. Die Behörden stehen vor der Herausforderung, unter Kriegsbedingungen wirksame Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu entwickeln.


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