Slowakei beendet Notstromlieferungen an die Ukraine.
Vertrag für Notstromlieferungen gekündigt
Nach Angaben von TSN.ua: Die slowakische Regierung hat auf Initiative von Ministerpräsident Robert Fico grünes Licht gegeben: Der staatliche Energiekonzern des Landes wird den Vertrag über Notstromlieferungen an den ukrainischen Netzbetreiber Ukrenerho auflösen. Diese Entscheidung wurde in einer Kabinettssitzung bestätigt.
Bereits seit Januar 2023 floss kein Strom mehr aus der Slowakei in die Ukraine. Ukrenerho hatte vor über einem Monat einen entsprechenden Notfallantrag gestellt. Fico hatte zuvor angekündigt, dass sein Land die Hilfslieferungen ab dem 23. Februar einstellen könne. Vertreter von Ukrenerho betonten jedoch, dass ein Ende dieser Unterstützung die Stabilität des ukrainischen Verbundnetzes nicht gefährden würde. Die ukrainische Energiewirtschaft ist nach massiven russischen Angriffen weiterhin stark unter Druck.
Reaktionen und mögliche Folgen
Die Entscheidung löste in der Ukraine unterschiedliche Reaktionen aus, wo die Energielage nach wie vor angespannt ist. Die Frage der Unterstützung durch Nachbarländer bleibt für das ukrainische Stromsystem ein wichtiges Thema.
Die Vertragskündigung könnte zusätzliche Herausforderungen für die Ukraine bedeuten, die sich im Kriegsverlauf ständig mit Energiekrisen auseinandersetzen muss. Trotz der Beruhigungsversuche von Ukrenerho könnte der Wegfall externer Notreserven die Situation in Zeiten von Spitzenlasten verschärfen. Dieser Schritt der Slowakei spiegelt zudem die veränderte politische Dynamik in der Region wider, die sich auf die künftigen energiewirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern auswirken könnte.
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