Glaukom-Therapie im Schlaf: Studie zeigt Vorteile des Kopfpolster-Verzichts.

Glaukom-Therapie im Schlaf: Studie zeigt Vorteile des Kopfpolster-Verzichts
Glaukom-Therapie im Schlaf: Studie zeigt Vorteile des Kopfpolster-Verzichts

Kopf flachlegen gegen den Augeninnendruck: Neue Erkenntnisse aus China

Nach Angaben von TSN.ua: Forscher der Zhejiang-Universität haben eine einfache, aber möglicherweise wirksame Methode zur Senkung des Augeninnendrucks bei Glaukom-Patienten identifiziert: das Schlafen ohne Kopfkissen. Da ein erhöhter Augeninnendruck als Haupttreiber für das Fortschreiten der Augenkrankheit gilt, könnte diese Erkenntnis einen wichtigen Beitrag zur Therapie leisten. Die Studienergebnisse wurden im renommierten Fachjournal British Journal of Ophthalmology veröffentlicht.

An der Untersuchung nahmen 144 Glaukom-Patienten teil, bei denen der Augeninnendruck im Zwei-Stunden-Takt gemessen wurde. Das Ergebnis: Bei 67 Prozent der Teilnehmer war der Druck nach dem Schlafen mit Kissen signifikant höher. Ein weiterer Versuch mit 20 gesunden Probanden ergab, dass sich während des Schlafs auf einem Kissen das Lumen der Drosselvene verengte. Dies deutet auf einen möglichen physiologischen Zusammenhang zwischen der Schlafposition und Veränderungen des Augeninnendrucks hin.

Potenzial für die Behandlungspraxis

Die Senkung des Augeninnendrucks ist für den Erhalt der Sehkraft bei Glaukom entscheidend. Daher könnten diese Erkenntnisse die Behandlungsansätze beeinflussen. Weitere Forschung soll nun die zugrundeliegenden Mechanismen klären und optimale Schlafbedingungen für Betroffene definieren.

Die Entdeckung unterstreicht, wie stark alltägliche Gewohnheiten wie die Schlafposition die Augengesundheit beeinflussen können.

Daraus könnten sich neue, einfache Empfehlungen für Patienten ergeben, die ihren Zustand selbst mitbeeinflussen möchten. Die Studie liefert eine Grundlage für die Entwicklung ergänzender Therapie- und Präventionsmethoden, die die Lebensqualität vieler Menschen verbessern könnten. Eine kleine Änderung der Nachtruhe – der Verzicht auf das Kopfkissen – könnte so zu einem bedeutenden Faktor im Umgang mit der Erkrankung werden.


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