Bis zu 34.000 Euro Strafe: Diese Sanktionen drohen Wehrpflichtigen bei Verstößen.
Hohe Geldstrafen für Pflichtverletzungen im Wehrdienst
Nach Angaben von TSN.ua: Wer in der Ukraine seinen Meldepflichten zum Wehrdienst nicht nachkommt, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen. Die Höhe kann bis zu 34.000 Hrywnja betragen. Die Rechtsanwältin Tetjana Kosjan weist darauf hin, dass unbezahlte Strafen nicht automatisch zu einer Beschlagnahmung von Eigentum führen. Allerdings drohen dann gerichtliche Verfahren mit weiteren rechtlichen Konsequenzen. Roman Istomin ergänzt einen wichtigen Punkt: Wird die Strafe über die App 'Reserve+' oder direkt bei den Territorialen Rekrutierungszentren (TZK) beglichen, erlischt automatisch der Fahndungsstatus der Person.
Neue Regelungen und Zahlungsfristen
Die neuen Vorschriften sehen Mindeststrafen ab 17.000 Hrywnja vor. Bei Nichtzahlung kann sich dieser Betrag auf 34.000 Hrywnja verdoppeln. Für eine ermäßigte Zahlung in Höhe von 8.500 Hrywnja bleibt ein Zeitraum von 20 Tagen. Wird die Strafe in dieser Frist nicht beglichen, sind innerhalb der folgenden 20 Tage die vollen 17.000 Hrywnja fällig. Diese verschärften Regelungen sind Teil einer umfassenden Reform des Wehrdienstsystems.
Um den Vorgang zu vereinfachen, wird eine Online-Zahlung eingeführt. Ab Sommer 2025 können Wehrpflichtige ihre Strafen digital begleichen. Der Ablauf für die Online-Bezahlung einer TZK-Strafe umfasst folgende Schritte:
- Die App 'Reserve+' installieren
- Zum Bereich 'Strafen online' navigieren
- Einen Antrag stellen
- Die Bearbeitung durch das TZK innerhalb von drei Tagen abwarten
Anschließend muss die Strafe von 8.500 Hrywnja innerhalb von 20 Tagen gezahlt werden, um eine Verdoppelung der Summe zu vermeiden.
Ziel der neuen Strafregelung ist es, die Erfassung und Kontrolle wehrpflichtiger Personen zu verbessern. Für alle Betroffenen ist es daher entscheidend, die gesetzten Fristen einzuhalten, um hohe finanzielle Belastungen abzuwenden.
Die Einführung neuer Strafen bei Verstößen gegen die Meldepflicht ist Teil der staatlichen Bemühungen, die Erfüllung der Wehrpflicht besser zu überwachen.
Diese Maßnahme soll wehrpflichtige Personen zu einer gesetzeskonformen Meldung bewegen. Die geplante Online-Option zeigt zudem das Bestreben des Staates, Verwaltungsvorgänge zu vereinfachen und für Bürger zugänglicher zu gestalten.
Lesen Sie auch
- Versetzung von der Etappe an die Front: Wann das letzte Wort beim Kommandeur liegt
- Betrug bei Einberufungen: Ukrainischer Geheimdienst entlarvt Führungskräfte von Wehrersatzbehörden
- Massiver Aufruhr in Odessa vereitelt: Russischer Militärgeheimdienst rekrutierte Jugendliche für Anschläge
- Schulen in Henitschesk als Druckmittel: Besatzer zwingen Eltern zu Zahlungen an Russlands Armee
- Militärbehörden dürfen jetzt Wehrpflichtige zur Fahndung ausschreiben: Wer betroffen ist
- Neue Dokumentarerzählung über die Schlacht um Robotyne: 200 gefallene Namen festgehalten

