16 Millionen Schaden durch Beleuchtungs-Deal: Ex-Abgeordneter aus Odessa verurteilt.
Urteil des Obersten Antikorruptionsgerichts
Nach Angaben von Novyny.live: Der ehemalige Abgeordnete des Regionalrats von Odessa, Mykola Derewjanko, und der Geschäftsführer einer Baufirma, Wolodymyr Herasymtschuk, sind wegen Amtsmissbrauchs verurteilt worden. Dem Spruch des Obersten Antikorruptionsgerichts zufolge entstand der Gemeinde Zebrykowe durch ihr Handeln ein finanzieller Verlust von über 16 Millionen Griwna. Die Ermittlungen legten schwere Verstöße bei der Vergabe von Aufträgen für die Straßenbeleuchtung in Zebrykowe offen.
Derewjanko, der zwei Legislaturperioden lang im Regionalrat von Odessa saß, hatte die Verträge im Jahr 2018 eingefädelt. Die finanziellen Folgen für die Gemeinde waren massiv: Ein Teil der Schäden belief sich auf rund 6 Millionen Griwna, ein weiterer auf 10,4 Millionen Griwna. Solche Machenschaften bremsten die Infrastrukturentwicklung in der Region erheblich aus. Der Fall zeigt, wie öffentliche Gelder durch gezielte Absprachen zweckentfremdet wurden.
Strafmaß und Konsequenzen
Das Gericht verhängte gegen beide Angeklagte Haftstrafen. Mykola Derewjanko muss für 4 Jahre und 6 Monate ins Gefängnis, Wolodymyr Herasymtschuk für 4 Jahre. Der Fall unterstreicht die Dringlichkeit, Korruption im öffentlichen Sektor zu bekämpfen und die Verantwortung für Amtsmissbrauch zu verschärfen.
Dieses Urteil ist ein wichtiger Schritt im Kampf des Staates gegen die Korruption, die in der Ukraine weiterhin ein ernstes Problem darstellt. Die Forderung nach mehr Transparenz bei öffentlichen Ausschreibungen und einer strengeren Kontrolle von Amtsträgern wird immer drängender, besonders angesichts knapper Kassen. Solche Entscheidungen sollen ein klares Signal an andere Funktionäre senden, dass Amtsmissbrauch nicht toleriert wird.
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