Baku veranstaltete geheime Gespräche zwischen Deutschland und Russland, was Proteste von Aserbaidschans Aliyev auslöste.
Geheime Sitzung in Baku
Nach Angaben von Espreso.tv: Vom 12. bis 14. Juli fanden in Baku nicht-offizielle Gespräche zwischen deutschen und russischen Vertretern statt, die sich mit Fragen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine befassten. Die inoffizielle deutsche Delegation bestand aus Ronald Pofalla und Matthias Platzeck, während Valery Fadeyev und Viktor Zubkov Russland vertraten. Dieses Ereignis alarmierte den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev, der formell Einwände gegen die Nutzung seines Landes für das Treffen ohne sein Wissen erhob.
Aliyev erklärte: 'Unser Land wurde für ein solches Treffen ohne unser Wissen genutzt.'
Er fügte hinzu, dass, falls das Treffen darauf abzielte, den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu beenden, es willkommen wäre. Trotzdem blieben die Spannungen in der Ukraine zu diesem Zeitpunkt hoch – am 5. Juli war ein Schlag auf eine SOCAR-Tankstelle im Gebiet Mykolaiv erfolgt, was die anhaltenden Feindseligkeiten verdeutlichte.
Reaktionen und Implikationen
Am 6. Juli berief das aserbaidschanische Außenministerium den russischen Botschafter Mikhail Yevdokimov ein, was die Ernsthaftigkeit der Situation signalisiert. Im Mai hatten der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy und Aliyev vereinbart, die bilateralen Beziehungen zu stärken, aber die Offenlegung dieses geheimen Treffens hat neue Fragen über die regionalen Dynamiken aufgeworfen.
- Deutsch-russisches Treffen in Baku
- Reaktion des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev
- Angespannte internationale Beziehungen
Friedrich Merz, Vorsitzender der CDU Deutschlands, kommentierte: 'Ich bin über ein solches Treffen nicht informiert.'
Diese Bemerkungen heben die Geheimhaltung und Ungewissheit rund um das Ereignis hervor und könnten Auswirkungen auf die Diplomatie in der Region haben.
Dieser Vorfall verdeutlicht die Komplexität internationaler Beziehungen im Kontext des Ukraine-Kriegs. Die Nutzung aserbaidschanischer Territorien für nicht-offizielle Gespräche ohne vorherige Zustimmung der Führung birgt das Risiko zusätzlicher Spannungen in der Region. Sie könnte auch die bilateralen Beziehungen Aserbaidschans zur Ukraine beeinflussen, insbesondere angesichts der jüngsten Kooperationszusagen zwischen ihren Präsidenten.
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