Vor Algerien: Russischer Öltanker mit Sanktionshintergrund steuerlos im Mittelmeer.
Steuerloser Tanker vor algerischer Küste
Nach Angaben von TSN.ua: Im Mittelmeer ist der unter Sanktionen stehende Öltanker 'Progress' mit russischer Rohölladung manövrierunfähig geworden. Das Schiff verlor vor der Küste Algeriens die Kontrolle, was internationale Beobachter in Alarmbereitschaft versetzt.
An Bord des Tankers 'Progress' befinden sich 720.000 Barrel (rund 100.000 Tonnen) russisches Rohöl der Sorte Urals. Während des Vorfalls setzte das Schiff den Navigationsstatus 'Not under command' (manövrierunfähig) und reduzierte seine Geschwindigkeit auf etwa 1 Knoten. Dies deutet auf schwerwiegende Steuerungsprobleme hin, die eine Gefahr für das Schiff selbst und die maritime Umwelt darstellen. Solche Vorfälle sind besonders heikel, da sie in einer dicht befahrenen und ökologisch sensiblen Region wie dem Mittelmeer stattfinden.
Schiff unter Sanktionen wechselt Flagge
Der Tanker 'Progress' steht auf den Sanktionslisten der Europäischen Union und Großbritanniens. Kürzlich wechselte das Schiff seine Flagge auf die russische und wurde im November in das russische Schiffsregister eingetragen. Die USA haben seit Jahresbeginn mindestens sieben mit dem Transport von russischem Öl in Verbindung stehende Tanker festgesetzt. Zudem nahmen französische Marineeinheiten vor kurzem im Mittelmeer einen Öltanker fest, der dem sogenannten Schattenflott zugerechnet wird. Dies signalisiert eine verstärkte Überwachung solcher Transporte in der Region.
Der Vorfall mit der 'Progress' unterstreicht die Risiken des Transports von russischem Öl unter internationalen Sanktionsbedingungen. Ein Kontrollverlust über ein solches Schiff birgt die Gefahr schwerwiegender Umweltfolgen, insbesondere in den empfindlichen Ökosystemen des Mittelmeers. Gleichzeitig wirft er Fragen zur Wirksamkeit der Kontrollen von Transporten auf, die mit der Schattenwirtschaft verbunden sein können – eine Bedrohung für die globale Sicherheit und die Stabilität des Ölmarktes.
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