Trumps Fehleinschätzung: Der Ukraine-Krieg zeigt Russlands Schwäche, nicht seine Stärke.
Eine Analyse des Krieges in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Der ehemalige US-Präsident Donald Trump versucht, Wladimir Putin zu einem Kriegsende in der Ukraine zu bewegen, wobei er von einer angeblich unbesiegbaren russischen Armee ausgeht. Experten wie George F. Will von der Washington Post halten diese Sichtweise für einen Irrtum. Seiner Analyse zufolge hat der Krieg vielmehr die Schwächen Russlands offengelegt und zugleich den ukrainischen Nationalismus gestärkt. Die Lage an der Front spricht eine deutliche Sprache: Russland verzeichnet enorme Verluste und kann nur begrenzte Geländegewinne verbuchen.
Hohe Verluste und geringe Erfolge
Allein in den letzten zwei Monaten beliefen sich die russischen Verluste auf 30.000 bis 35.000 Soldaten. In zwei Kriegsjahren konnte Russland lediglich 1 Prozent des ukrainischen Territoriums erobern – ein Zeichen für die fehlende Durchschlagskraft seiner Offensiven. Zum Vergleich: Im Donbass kamen die russischen Truppen in über vier Jahren nur etwa 60 km voran. Während des Zweiten Weltkriegs legte die Rote Armee dagegen 1.600 km zwischen Moskau und Berlin zurück.
- Russland hat 157 Gefallene pro erobertem Quadratkilometer zu beklagen.
- Die Zahl der russischen Toten in vier Jahren übersteigt wahrscheinlich die 36.000 US-Soldaten, die im Koreakrieg fielen.
- Prognosen zufolge wird Russland bis Ende 2025 mehr Menschen verlieren, als es rekrutieren kann.
Diese Entwicklung wirft Fragen nach möglichen innenpolitischen Veränderungen in Russland auf. Auffällig ist die zunehmende Anwerbung von Söldnern aus Ländern wie Kenia, Indien, Pakistan, Nepal, Kuba, Nigeria und dem Senegal.
„Dieser Krieg sollte eigentlich Russlands Stärke demonstrieren und zeigen, dass die Ukraine eine bloße Marionetten-Nation sei.“
George F. Will, The Washington Post
Vor diesem Hintergrund warnt Will davor, dass Personen, die von Putins Einfluss profitiert haben, ihn kaum zu einem ‚schnellen Ende der Kampfhandlungen‘ bewegen können – ein Ziel, das in Trumps im Dezember veröffentlichter Nationaler Sicherheitsstrategie formuliert wurde.
Hinzu kommen massive wirtschaftliche Probleme: Die Prämien für Vertragsunterzeichnungen in Russland verschlingen 90 Prozent des Haushaltsdefizits. Ein gesetzter Verhandlungsdeadline für ein Friedensabkommen in der Ukraine ist der 4. Juli, was die Dringlichkeit der Lage unterstreicht. Angesichts dieser Fakten gewinnt die Suche nach Lösungswegen eine neue Brisanz.
Die Situation macht den anhaltenden internationalen Druck auf Russland und verstärkte diplomatische Anstrengungen für einen Frieden in der Ukraine unerlässlich. Die enormen Verluste und wirtschaftlichen Schwierigkeiten könnten Russland kompromissbereiter machen. Der genannte Deadline-Termin könnte als Katalysator für intensivierte Verhandlungen auf internationaler Ebene wirken.
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