Türkei fährt russische Ölimporte drastisch zurück: Tiefststand seit eineinhalb Jahren.
Ankara plant deutliche Reduzierung der Ölbezüge aus Russland
Nach Angaben von UATV: Die Türkei beabsichtigt, die Einfuhren von russischem Rohöl auf den niedrigsten Stand seit 18 Monaten zu senken. Derzeit ist das Land der größte Abnehmer von russischem Seetransport-Öl im Mittelmeerraum und belegt weltweit den dritten Platz hinter Indien und China. Konkret wird für Mai 2023 prognostiziert, dass die Importe der Sorte Urals in die Türkei im Schnitt bei etwa 161.000 Barrel pro Tag liegen.
Zum Vergleich: In den Monaten Januar bis April 2023 lag der tägliche Import noch bei 189.000 Barrel, und im Mai 2025 waren es sogar 302.000 Barrel pro Tag. Damit sinkt der russische Ölexport auf dem Seeweg in die Türkei auf das niedrigste Niveau seit Januar 2025. Diese Entwicklung markiert einen deutlichen Wendepunkt in den Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern.
Folgen für die Energiepolitik
Der Rückgang der russischen Ölimporte ist ein bedeutender Schritt für die Türkei, der die zukünftige Energiepolitik des Landes maßgeblich beeinflussen könnte.
Dieses Vorgehen könnte auf ein Bestreben Ankaras hindeuten, seine Energiebezugsquellen zu diversifizieren und die Abhängigkeit von russischen Energieträgern zu verringern. Vor dem Hintergrund globaler Bemühungen, den russischen Einfluss auf die Energiemärkte einzudämmen, sucht die Türkei möglicherweise nach alternativen Lieferanten, was wiederum die Energiearchitektur in der Region verändern könnte. Zudem könnte sich dies auf die Ölpreise sowohl in der Region als auch auf den globalen Märkten auswirken.
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