Ab 2026: Komplettes Fischernetz-Verbot in der Ukraine – hohe Strafen für Wilderer.
Das Ende der Fischernetze in ukrainischen Gewässern
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem Jahr 2026 tritt in der Ukraine ein absolutes Verbot für den Einsatz von Fischernetzen in Kraft. Diese drastische Maßnahme dient dem Schutz der Fischbestände und soll der illegalen Ausbeutung der Gewässer einen Riegel vorschieben. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen – von Geldstrafen bis hin zu strafrechtlicher Verfolgung.
Neue Regeln für Angler: Nur noch mit der Rute
Für Freizeitangler gilt künftig: Erlaubt ist nur der Fang mit der Angelrute. Der Einsatz jeglicher Art von Netz stellt eine schwere Ordnungswidrigkeit dar. Verboten sind zudem der Gebrauch von Sprengstoff, Gift, Elektrofischerei sowie der Einsatz von Feuerwaffen oder Druckluftgewehren zum Fischfang. Bei Verwendung eines Netzes droht ein Bußgeld von 680 Hrywnja.
Bei erheblichen Schäden an den Fischbeständen kann sogar eine strafrechtliche Verantwortlichkeit folgen. Hier sind Geldstrafen zwischen 17.000 und 85.000 Hrywnja möglich. Auch Herstellung, Verkauf und Lagerung verbotener Fanggeräte werden mit einer Strafe von 1.700 Hrywnja belegt. Bereits seit dem 15. Februar gelten zudem spezielle Schonzeiten für bestimmte Fischarten.
Zu den verbotenen Netztypen zählen unter anderem:
- Die „Kosinka“ – ein dreieckiges Netz für den Unter-Eis-Fang.
- Der „Pavuk“ (Spinne) – ein Netz größer als 1×1 Meter mit Maschen über 10 mm.
- Verschiedene industrielle Netze wie Zugnetze, Schleppnetze und Stellnetze.
- Die „Jatir“ – ein trichterförmiges Netz aus geflochtenen Zweigen oder Draht.
- Der „Ekran“ oder „Fernseher“ – ein rechteckiges Kiemennetz mit Schwimmern und Gewichten.
- Die „Dorischka“ – ein feines Kiemennetz, das mit einem Gummizug ausgeworfen wird.
- Der „Parasut“ (Fallschirm) – ein kegelförmiges Netz mit 5–10 Metern Durchmesser und Bleigewichten am Rand.
Mit diesen strengen Vorgaben setzt die Ukraine klare Grenzen für die Freizeitfischerei. Das Ziel ist der Schutz der aquatischen Ökosysteme und die langfristige Erholung der Fischpopulationen. Diese Regulierung ist Teil einer breiteren Initiative, das ökologische Bewusstsein in der Bevölkerung zu stärken und die biologische Vielfalt in den heimischen Flüssen und Seen zu bewahren. Solche Maßnahmen sind entscheidend, um die natürlichen Ressourcen des Landes für künftige Generationen zu sichern.
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