In Kiew ersticken streunende Katzen: Zugänge zu Kellern werden zugemauert.

In Kiew ersticken streunende Katzen: Zugänge zu Kellern werden zugemauert
In Kiew ersticken streunende Katzen: Zugänge zu Kellern werden zugemauert

Ein stiller Tod in den Kellern von Kiew

Nach Angaben von TSN.ua: Tierschützer in der ukrainischen Hauptstadt schlagen Alarm: Streunende Katzen sterben in Kellern von Wohnhäusern, weil die notwendigen Luftschächte zugemauert werden. Die Maßnahmen sollen auf Anweisung von Kommunalbetrieben erfolgen. Aktivisten weisen darauf hin, dass obdachlose Tiere in der kalten Jahreszeit Schutz in Kellerräumen suchen. Werden diese komplett abgedichtet, ersticken die Katzen qualvoll.

Die Leitung der Wohnungsverwaltung ЖРЕО-402, zuständig für Gebäude im Dnipro-Bezirk Kiews, weist die Vorwürfe entschieden zurück. 'Eine solche Anordnung existiert nicht, und wir mauern absolut nichts zu', heißt es von offizieller Seite. Freiwillige appellieren dennoch an die Bevölkerung, im Falle beobachteter Zumauerungen sofort die Polizei zu rufen, um die Vorfälle zu dokumentieren und die Tiere zu schützen.

Polizei bisher nicht eingeschaltet – Probleme auch anderswo

Bei den Strafverfolgungsbehörden ist das Problem bislang nicht aktenkundig: In den vergangenen zwei Wochen gingen laut Polizei keine offiziellen Anzeigen wegen eingemauerter Tiere ein. Dies deutet darauf hin, dass die Vorfälle möglicherweise nicht gemeldet werden, obwohl Aktivisten vor weiteren Tragödien warnen, falls nicht angemessen reagiert wird.

Die Situation für streunende Tiere in der Stadt ist derzeit ohnehin angespannt. In anderen Stadtteilen werden zudem Stromabschaltungen gemeldet, was die Suche nach einem warmen Unterschlupf für Tiere weiter erschweren kann. Im Winter ist es besonders wichtig, einen Ausgleich zwischen baulichen Maßnahmen und dem Tierschutz zu finden.

„Ich verstehe, dass man nicht auf den Winter vorbereitet war, aber man könnte wenigstens Aushänge machen“, merkte die Freiwillige Jane Evirol an.

Der Konflikt zeigt, wie dringend eine bessere Abstimmung zwischen kommunalen Dienstleistern und Tierschützern nötig ist. Streunende Tiere brauchen besonders in der kalten Jahreszeit Schutz. Die Lösung des Problems erfordert nicht nur Verantwortung seitens der Hausverwaltungen, sondern auch die Wachsamkeit und Mithilfe der Anwohner. Sollte sich die Lage verschärfen, müssen die Behörden auf Meldungen von Tierrechtsverstößen konsequent reagieren, um künftige Tragödien zu verhindern. Die Diskussion um artgerechten Tierschutz in städtischen Räumen ist auch in Deutschland ein relevantes Thema.


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