Fünf Jahre Haft auf Bewährung: Frau in Priluki wegen Datenweitergabe an Polizei und Militär verurteilt.
Urteil gegen Betreiberin eines Viber-Kanals
Nach Angaben von Novyny.live: In der Stadt Priluki in der Oblast Tschernihiw ist eine Frau verurteilt worden, die einen Viber-Kanal verwaltete. Dort hatte sie immer wieder Aufenthaltsorte von Polizisten und Soldaten veröffentlicht. Das Gericht sprach sie nach Artikel 114-1, Teil 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches schuldig und verhängte eine Strafe. Zur Einordnung: Diese Vorschrift stellt die unbefugte Weitergabe sicherheitsrelevanter Informationen unter Strafe.
Einzelheiten des Falls
Wie aus den Akten hervorgeht, war die Frau im Jahr 2024 als Administratorin des Kanals tätig. Zum Zeitpunkt der Verhandlung hatte dieser fast 10.000 Abonnenten. Das Gericht verurteilte sie zu fünf Jahren Freiheitsentzug, setzte die Strafe jedoch zur Bewährung aus – mit einer Bewährungszeit von einem Jahr.
Gegen das Urteil kann innerhalb von 30 Tagen Berufung beim Appellationsgericht in Tschernihiw eingelegt werden. Der Fall hat in der Öffentlichkeit große Beachtung gefunden, denn Fragen der Sicherheit und der Informationskriegsführung sind in der aktuellen Lage in der Ukraine hochaktuell.
Dieser Fall unterstreicht, wie wichtig die Kontrolle von Informationen in Kriegszeiten ist. Denn die Verbreitung von Standorten der Sicherheitskräfte kann deren Einsätze erheblich gefährden.
Angesichts der Eskalation des Konflikts in der Ukraine können solche Handlungen schwerwiegende Folgen für die nationale Sicherheit haben. Aufgrund der Brisanz des Verfahrens ist zu erwarten, dass es in Menschenrechtskreisen und in der Gesellschaft breit diskutiert wird.
Lesen Sie auch
- Neue Regeln für ATO-Veteranen: Wie sich der Dienstanrechnungszeitraum für staatliche Beschäftigung geändert hat
- Rückkehrrecht für Soldaten nach unerlaubtem Fernbleiben: So funktioniert das neue Verfahren
- 2026: Diese Rentner müssen keine Grundsteuer mehr zahlen
- Nationales Pantheon für die Ukraine: Rückführung bedeutender Persönlichkeiten geplant
- Tod eines Brigadekommandeurs: Schusswunde entdeckt – Mordermittlungen eingeleitet
- Ab 1. Juli dürfen Ukrainer wieder Krebse fangen: neue Regeln und Strafen

