Erstmals wurde die riesige Geisterqualle klar im Atlantik gefilmt.
Nach Angaben von ТСН: Die Tiefen des Weltmeeres, wo absolute Dunkelheit und extrem hoher Druck herrschen, haben Wissenschaftler erneut mit einer neuen Entdeckung beeindruckt. Meeresbiologen haben eines der geheimnisvollsten Lebewesen festgehalten - die seltene Phantomqualle Stygiomedusa gigantea, die aufgrund ihres geisterhaften Aussehens als "Gespenst der Tiefsee" bezeichnet wird.
Beschreibung und Merkmale der Qualle
Diese Art ist ein wahrer Riese unter den Quallen - der Durchmesser ihrer Glocke kann über einen Meter betragen. Besonders beeindruckend sind jedoch die vier massiven Mundlappen, die bis zu zehn Meter lang werden können. Mit diesen Lappen fangt die Qualle ihre Beute, indem sie Plankton und kleine marine Organismen umschließt, da sie im Gegensatz zu den meisten ihrer Verwandten keine feinen, stechenden Tentakeln hat.
Ein wichtiges Merkmal der Phantomqualle ist ihre besondere Färbung. Die rötlich-braune Farbe macht dieses Wesen im tiefseelichtspektrum nahezu unsichtbar, was ihr hilft, sich in der Dunkelheit des Ozeans zu tarnen.
Entdeckung der Qualle
Obwohl Stygiomedusa gigantea erstmals 1899 beschrieben wurde, wurde sie in über einem Jahrhundert nur etwa hundert Mal beobachtet, da ihr natürlicher Lebensraum schwer zugänglich ist. Diese Quallen leben normalerweise in Tiefen von bis zu 6700 Metern, wo Forschungsgeräte schwierig Zugang haben.
Kürzlich konnten Wissenschaftler des Schmidt-Ocean-Instituts einzigartige Aufnahmen dieses Wesens im Atlantischen Ozean, in der Nähe der Küsten Argentiniens, machen. Interessant ist, dass die Qualle auf eine Tiefe von etwa 253 Metern aufgestiegen ist, was die Aufnahme von hochqualitativen Videos im Bereich der Colorado-Rouson-Unterwasser-Schlucht ermöglichte.
Es ist zu beachten, dass die offizielle Anerkennung von Stygiomedusa gigantea als eigenständige Art erst 60 Jahre nach ihrer Entdeckung erfolgte, was die Begrenztheit des Wissens über die Bewohner der Ozeantiefen unterstreicht.
Globale Verbreitung und Geheimnisse des Lebens
Die Phantomqualle hat eine praktisch globale Verbreitung: Sie wurde in verschiedenen Teilen des Weltmeeres, mit Ausnahme der Arktis, dokumentiert. Am häufigsten wird sie in kalten Gewässern in der Nähe der Antarktis gesichtet. Die Wissenschaft hat jedoch nach wie vor keine Antworten auf zentrale Fragen: Wie lange lebt dieser Riese, wie reproduziert sie sich unter Bedingungen vollständiger Dunkelheit und welche Mechanismen erlauben es, solch große Dimensionen trotz Nahrungsmangels zu erhalten.
Jede neue Begegnung mit der Phantomqualle erinnert die Forscher daran, dass die Tiefen des Ozeans weniger erforscht bleiben als die Oberfläche mancher Planeten. Wesen, die wie "Monstrositäten" erscheinen, sind tatsächlich ein leuchtendes Beispiel für die beeindruckende evolutionäre Anpassung des Lebens auf der Erde.
Wir erinnern daran, dass es zuvor Unterwasserfahrzeugen in der Antarktis gelungen ist, drei riesige Gespenstquallen Stygiomedusa gigantea festzuhalten.
Diese Entdeckung zeigt, wie viele Rätsel in den Ozeantiefen noch ungelöst bleiben. Das Studium solcher Wesen erweitert nicht nur unser Verständnis von marinen Ökosystemen, sondern unterstreicht auch die Bedeutung des Schutzes des marinen Umfelds, das noch immer wenig erforscht bleibt.
Lesen Sie auch
- Wende an der Front: Brücke bei Tschonhar zerstört – Erstmals FP-5-Flamingo-Raketen im Einsatz
- Neue Vergeltungsziele: Iran droht mit Angriffen auf US-Stützpunkte in drei Ländern
- Krim unter Druck: Russische Besatzer kämpfen mit Treibstoffmangel und Nachschubproblemen
- 530 Drohnen und Raketen binnen drei Tagen: Russlands Angriffswelle fordert Dutzende Verletzte in der Ukraine
- Bis 2050: Japan will 14 Atomreaktoren ersetzen – erster Masterplan seit Fukushima
- Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen: Brände in drei Regionen gemeldet

